AfD-Chef Chrupalla fordert Abzug aller US-Truppen aus Deutschland
AfD-Chef will US-Truppen aus Deutschland abziehen

AfD-Chef Chrupalla fordert radikalen Kurswechsel in der Außenpolitik

AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla (50) hat auf dem Landesparteitag seines sächsischen Heimatlandesverbandes in Löbau eine deutliche außenpolitische Ansage gemacht. Der Parteichef forderte den vollständigen Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland und positionierte sich damit erneut in scharfer Opposition zur aktuellen US-Regierung.

„Fangen wir an, das umzusetzen – mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland“

In seiner Grundsatzrede vor den Delegierten erklärte Chrupalla, Deutschland solle sich nicht länger in internationale Konflikte hineinziehen lassen und müsse eine eigenständigere Rolle in der Weltpolitik einnehmen. Als Vorbild nannte er Spanien, das seine US-Militärbasen für Einsätze gegen den Iran sperre. „Dies ist ein Modell, an dem sich Deutschland orientieren muss“, betonte der AfD-Chef.

Chrupalla kritisierte internationale Militäreinsätze scharf und stellte sich grundsätzlich gegen jede Einmischung in Konflikte wie im Nahen Osten. Damit setzte er seine außenpolitischen Vorstöße fort, die bereits zuvor innerhalb der eigenen Partei für Diskussionen gesorgt hatten – etwa seine Aussage, dass Putin keine Gefahr darstelle, weil dieser ihm persönlich nichts getan habe.

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Von der Protestpartei zur Regierungspartei

Der AfD-Chef nutzte die Rede auch für eine klare Positionsbestimmung innerhalb seiner Partei. „Wir müssen uns zur Regierungspartei entwickeln“, forderte Chrupalla und betonte: „Die AfD darf sich nicht länger mit der Rolle als Protestpartei zufriedengeben – sie muss den nächsten Schritt gehen und zur echten Machtoption werden.“

Sein großes Ziel formulierte er deutlich: Spätestens 2029 solle die AfD den Durchbruch schaffen – auf allen Ebenen und am besten dreifach regieren: im Land, im Bund und in den Kommunen. „Gewinnen und den Ministerpräsidenten stellen, den Kanzler stellen“, mit Sachsen als entscheidendem Ausgangspunkt, so seine Vision.

Innenpolitische Attacken gegen die Bundesregierung

Auch innenpolitisch teilte Chrupalla in seiner Rede kräftig aus. Er warf der Bundesregierung vor, mit ihrer Schuldenpolitik, Steuerplänen und Sozialausgaben die falschen Prioritäten zu setzen. Besonders die arbeitende Bevölkerung werde belastet, während staatliche Mittel aus seiner Sicht falsch verteilt würden.

Der AfD-Chef kritisierte unter anderem Diskussionen über Steuererhöhungen sowie Sozialleistungen für ausländische Empfänger. Gleichzeitig identifizierte er ein neues zentrales Thema für seine Partei: „Energiepolitik ist die Mutter aller Probleme“, erklärte Chrupalla und forderte die Regierung auf, sich an Ländern wie Österreich, Polen oder Italien ein Beispiel zu nehmen.

Konkrete Forderungen zur Energiepolitik

In diesem Zusammenhang präsentierte der AfD-Chef konkrete Maßnahmen:

  • Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit
  • Abschaffung der CO₂-Bepreisung
  • Sofortiges Handeln der Regierung

Chrupalla betonte, dass die richtige Mischung aus Geduld und Ungeduld entscheidend sei für den Erfolg der Partei. Wer gestalten wolle, müsse auch bereit sein, Risiken einzugehen und Verantwortung zu übernehmen. „Regieren bedeutet auch riskieren. Wer nichts riskiert, wird auch nichts gewinnen“, lautete sein Credo.

Mit seiner deutlichen Positionierung zum Abzug amerikanischer Truppen und der scharfen Kritik an der aktuellen Regierungspolitik setzte Chrupalla auf dem Landesparteitag in Löbau klare Akzente für den weiteren Kurs der AfD.

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