Hecking verpasst perfekten Einstand: Wolfsburg verspielt Führung in Hoffenheim
Der abstiegsbedrohte VfL Wolfsburg hat beim Debüt seines neuen Trainers Dieter Hecking den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Bei der TSG Hoffenheim holten die Wölfe zwar einen Punkt, verspielten aber eine späte Führung und kassierten kurz vor Schluss den Ausgleich. Das 1:1 (0:0) reicht nicht, um aus der akuten Abstiegszone der Fußball-Bundesliga zu entkommen.
Ein Punkt, aber keine Wende
Mit dem Unentschieden stehen die Wolfsburger weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Für Hecking, der zwischen 2013 und 2016 mit dem VfL den DFB-Pokal und den Supercup gewann, war es eine enttäuschende Rückkehr in den Abstiegskampf. "Alles dafür tun, dass die Mannschaft die Energie und den Glauben an sich hat, Spiele gewinnen zu können", hatte der 61-Jährige im Vorfeld angekündigt – in Sinsheim gelang dies jedoch nur bedingt.
Spielverlauf mit Höhen und Tiefen
Vor 26.252 Zuschauern kontrollierte Hoffenheim die Partie von Beginn an. Innenverteidiger Ozan Kabak ließ in der Anfangsphase gleich drei Kopfballmöglichkeiten ungenutzt. Der Wolfsburger Anhang, der mit einem Banner "Rückhalt muss man sich verdienen!" demonstrierte, sah lange keine Torgefahr seines Teams. Stattdessen beobachtete Hecking mit verschränkten Armen, wie sich seine Mannschaft in der Defensive abmühte. Keeper Kamil Grabara verhinderte gegen Wouter Burger in der 26. Minute den Rückstand.
Nach einer torlosen ersten Hälfte, die aus Wolfsburger Sicht schmeichelhaft endete, spielte sich das Geschehen auch nach der Pause überwiegend in der eigenen Hälfte ab. Doch urplötzlich schlug Wolfsburg zu: Konstantinos Koulierakis köpfte in der 64. Minute nach einer Ecke wie aus dem Nichts zur Führung ein. Die Hoffnung auf drei Punkte währte jedoch nicht lange, denn Grischa Prömel erzielte in der 83. Minute den Ausgleich für die TSG.
Bilanz und Ausblick
Für Wolfsburg bedeutet das Ergebnis die neunte Partie in Folge ohne Sieg. Heckings Schützlinge zeigten zwar eine stabile Abwehrleistung, aber die nötige Offensivkraft fehlte. Als Tabellendritter liegen die Kraichgauer weiterhin auf Champions-League-Kurs und bewiesen erneut ihre Stärke in heimischer Arena. Für den VfL bleibt der Druck im Abstiegskampf hoch, und Hecking muss schnell Lösungen finden, um die Mannschaft aus der Krise zu führen.



