Seit Montag sind alle Hertha-Profis – mit Ausnahme der Nationalspieler – wieder in Berlin. Bei den sportmedizinischen Untersuchungen tauchte dabei ein alter Bekannter auf: Gustav Christensen (21). Der Däne war vor knapp 17 Monaten an den Drittligisten FC Ingolstadt verliehen worden. Jetzt soll der Flügelflitzer bei den Berlinern eine neue Chance erhalten.
Trainer Leitl will Christensen testen
Wie BILD erfuhr, will Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) den Dänen im Training sehen und sich in den nächsten Wochen ein Bild von ihm machen. Als Leitl Mitte Februar 2025 neuer Chefcoach wurde, war Christensen zwei Wochen zuvor nach glückloser Hertha-Zeit verliehen worden. Nun könnte er wichtig werden. Zehn Spieler haben Hertha bereits verlassen, einen Neuzugang gibt es bisher nicht – auch aus finanziellen Gründen. Immerhin: Christensen ist ein Allrounder, der auf verschiedenen Positionen spielen kann.
Christensen als Reese-Ersatz?
Nach dem Abgang von Kapitän Fabian Reese (28) zu Wolfsburg wird ein linker Flügelflitzer benötigt. Mit Marten Winkler hat zudem der rechte Flügelstürmer seinen Wechselwunsch geäußert. Reese (10 Tore, 13 Vorlagen) und Winkler (6 Tore, 7 Assists) waren Herthas Topscorer der letzten Saison. Christensen kann auf beiden Flügeln spielen. 2023 erzielte er auf diesen Positionen für die U19 vom FC Midtjylland 31 Tore in 26 Spielen. Danach griff der damalige Hertha-Manager Fredi Bobic (54) ablösefrei zu.
Weitere Rückkehrer und Bedarf
Bei Drittligist Ingolstadt wurde Christensen auch als Links- und Rechtsverteidiger eingesetzt. Hinten links hat Hertha nach dem Abgang von Michal Karbownik (ablösefrei in die Türkei zu Basaksehir) Bedarf. Dazu sucht Hertha einen Mittelstürmer, nachdem Leihspieler Dawid Kownacki (29) zu Bremen zurückgekehrt ist. Auch eine Position, die Christensen gut kennt. Nutzt er seine zweite Chance bei Hertha?
Am Montag kehrt auch Jon Dagur Thorsteinsson (27) nach halbjähriger Leihe bei Brann Bergen (2 Tore und 2 Vorlagen in 12 Spielen) zurück. Der isländische A-Nationalspieler ist ebenfalls als Linksaußen oder im Sturmzentrum einsetzbar. Werden am Ende die „Alten“ die „Neuen“ bei Hertha?



