Orangerie in Potsdam: Neue Amphoren für das Dach des Prunkbaus
Orangerie in Potsdam: Neue Amphoren für das Dach

Mehr als 150 Jahre nach der Errichtung der Orangerie im Potsdamer Park Sanssouci erhält das Dach des prunkvollen Gebäudes neue Amphoren. Insgesamt 50 Vasen werden neu gefertigt, während bei 15 der bestehenden Schmuckstücke lediglich Ersatzteile ausgetauscht werden. Dies teilte Richard Soltau von der Firma Golem mit, die den Auftrag der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ausführt. Die denkmalgerechten Arbeiten werden von dem Unternehmen aus Jacobsdorf im Landkreis Oder-Spree durchgeführt.

Historische Terrakottavasen aus dem 19. Jahrhundert

Die Terrakottavasen entstanden um 1861 während des Baus des Schlossgebäudes in einer Tonfabrik in Berlin-Charlottenburg. Seitdem waren sie der Witterung ausgesetzt und zeigten mit der Zeit zunehmende Alterserscheinungen wie Risse und abgeplatzte Teile, erläuterte Soltau. Der Großteil der schulterhohen Vasen wird nun erneuert, andere erhalten neue Füße oder Deckel. Die gelblichen Tongebilde sind mit Adlermotiven, Löwen und Götterabbildungen verziert. Der verwendete Ton ist frosthart und soll auch tieferen Temperaturen standhalten.

Das Orangerieschloss: Letzter und größter Schlossbau im Park

Das Orangerieschloss ist nach Angaben der Stiftung das letzte und größte im Park Sanssouci errichtete Schlossgebäude. Das Ensemble entstand zwischen 1851 und 1864. Während der Bauphase waren die Architekten Ludwig Persius, August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse mit den Planungen beschäftigt. Im imposanten Raffaelsaal wurde unter anderem eine Sammlung von über 50 Kopien von Gemälden Raffaels aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, darunter Nachbildungen der „Sixtinischen Madonna“ und der „Transfiguration“.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram