Wasser sparen im Garten: Experte empfiehlt Tröpfchenbewässerung
Wasser sparen im Garten: Tröpfchenbewässerung empfohlen

Gartenexperte Lars Brämer empfiehlt Hobbygärtnern, bei der Bewässerung auf moderne Tröpfchenbewässerungssysteme zu setzen. Herkömmliche Methoden wie Gießkanne und Schlauch seien nicht nur mühselig, sondern auch ökologisch problematisch. „Inzwischen haben viele Gartenfreunde verstanden: Diese Methoden sind nicht nur mühselig, sondern unter ökologischen Gesichtspunkten eine Katastrophe“, sagt Brämer, der seit 2014 mit „Wir sind Garten“ die größte deutschsprachige Garten-Community betreibt.

Schlauch und Rasensprenger: Wasser verloren und Schädlinge gefördert

Beim Gießen mit dem Schlauch verdunstet laut Brämer viel Wasser an der Oberfläche. „Gerade beim großflächigen Gießen per Schlauch verdunstet die Feuchtigkeit an der Oberfläche. Eine nachhaltige Bewässerung funktioniert heute anders.“ Auch von Rasensprengern rät er ab, da bei der Bewässerung über Kopf Wasser nicht nur ungenutzt verdunstet, sondern auch umstehende Pflanzen trifft. Die Tropfen auf den Blättern bilden ein „ausgezeichnetes Einfallstor für Schädlinge jeglicher Art“.

Tröpfchenbewässerung: Wasser direkt an die Wurzel

Für Beete und Blumen empfiehlt Brämer die Tröpfchenbewässerung. Dabei geben Schläuche am Boden das Wasser direkt an die Pflanzen ab, was die Verdunstung reduziert und Wasser spart. „Hier gibt es inzwischen Systeme in allen Formen und Größen, von kleinen solarbetriebenen Modulen für den Balkon bis hin zu den großen Anlagen für Gärten mit mehreren hundert Quadratmetern“, so Brämer. Braune Stellen im Rasen seien kein Grund zur Sorge, da Gras ein Steppengewächs sei und gut ohne Wasser auskomme. „Auch wenn an Sommertagen das Grün zu Braun wechselt, macht das gar nichts. Der Rasen erholt sich beim nächsten Regen von allein.“

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Smarte Systeme mit App-Steuerung und Sensoren

Viele moderne Bewässerungsanlagen verfügen über Sensoren, die die Bodenfeuchtigkeit messen oder auf Regen reagieren. Ist der Boden feucht genug, stoppt die Bewässerung automatisch. Anbieter wie Homematic IP, MIYO oder Gardena setzen auf die Steuerung per App, sodass Bewässerungspläne erstellt und Änderungen aus der Ferne vorgenommen werden können. „Egal von welchem Hersteller: Sämtliche Systeme, die auf Tröpfchenbewässerung setzen, sind herkömmlichen Methoden wie Schlauch oder Gießkanne überlegen“, sagt Brämer. Die meisten Anlagen seien allerdings nicht winterfest und müssten vor der kalten Jahreszeit abgebaut werden.

Kosten und Fazit

Je nach Ausstattung kosten die Systeme zwischen 50 und 300 Euro. Größere Anlagen können auch 500 Euro und mehr kosten. Laut Brämer funktionieren gut eingerichtete Bewässerungssysteme besser als das Gießen per Hand.

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