Hertha BSC: In enttäuschender Saison ist Luca Schuler der einzige Lichtblick
Die aktuellen Marktwerte der Plattform transfermarkt.de offenbaren schonungslos, wie enttäuschend die aktuelle Saison für Hertha BSC verlaufen ist. Der einstige Aufstiegsfavorit mit einem der teuersten Kader der 2. Bundesliga hinkt der Konkurrenz hinterher und hat aktuell acht Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Diese sportliche Misere spiegelt sich deutlich in den Bewertungen der Spieler wider.
Luca Schuler: Der einzige Profi mit Wertsteigerung
Nur ein einziger Hertha-Profi konnte in den vergangenen Monaten seinen Marktwert steigern: Stürmer Luca Schuler. Der 26-Jährige, der bei Teilen der eigenen Anhängerschaft durchaus umstritten ist, verbesserte seinen Wert von 600.000 auf 800.000 Euro. Grund für diese positive Entwicklung sind seine sieben Tore in 20 Ligaspielen – eine Ausbeute, die der von Fanliebling Fabian Reese (sieben Tore, zehn Vorlagen) entspricht.
Interessanterweise ist Schuler im favorisierten 4-2-3-1-System von Trainer Stefan Leitl dennoch nur die Nummer zwei hinter Dawid Kownacki. Diese Entscheidung des Trainers wird vor dem Hintergrund der Marktwertentwicklung noch diskussionswürdiger.
Dawid Kownacki: Der dramatische Wertverfall des Stammspielers
Während Schuler gewinnt, erlebt Mittelstürmer Dawid Kownacki einen dramatischen Wertverfall. Der 28-jährige Pole, der das Vertrauen von Trainer Leitl genießt und regelmäßig in der Startelf steht, stürzte von 2,5 Millionen auf nur noch 1,7 Millionen Euro ab. Diese Abwertung ist die direkte Konsequenz einer durchwachsenen Saison mit mehreren Verletzungen, einer Rot-Sperre und lediglich drei Toren sowie einer Vorlage in 15 Einsätzen.
Kownackis enttäuschende Leistungen machen ihn zum größten Verlierer innerhalb des Hertha-Kaders – eine bittere Erkenntnis für einen Spieler, auf den die Berliner große Hoffnungen gesetzt hatten.
Weitere Abwertungen belasten den Kader
Die Probleme beschränken sich nicht nur auf Kownacki. Auch der dritte Mittelstürmer Sebastian Grönning bereitet Sorgen. Nach drei Toren in den ersten acht Spieltagen folgte eine lange Durststrecke: In den letzten zwölf Partien war er sechsmal nur Einwechselspieler und sechsmal nicht im Kader. Sein Marktwert sank von 700.000 auf 600.000 Euro.
Besonders hart traf es Diego Demme. Der 34-jährige Mittelfeldspieler rutschte durch mehrere Pausen aufgrund von Schwindelgefühlen nicht nur aus dem Team, sondern verlor auch deutlich an Wert: von 500.000 auf nur noch 300.000 Euro. Damit ist er aktuell der am wenigsten wertvolle Profi im Hertha-Kader.
Topspiel gegen Bochum als Chance zur Wende
Im wichtigen Topspiel am Samstag gegen den VfL Bochum (20.30 Uhr im Olympiastadion) wollen alle Hertha-Profis zeigen, dass sie mehr können als die bisherigen Leistungen vermuten lassen. Trainer Stefan Leitl plant mit folgender Aufstellung: Ernst – Karbownik, Gechter, Dardai, Kolbe – Seguin, Lum – Winkler, Cuisance, Brekalo – Kownacki.
Dieses Spiel könnte zur Trendwende werden – nicht nur sportlich, sondern auch für die individuellen Marktwerte der Spieler. Die Berliner müssen dringend beweisen, dass ihr Kader mehr wert ist als die aktuellen Zahlen suggerieren.



