Hertha BSC verspielt Aufstiegschance trotz Patzern der Konkurrenz
Hertha verspielt Chance trotz Konkurrenzpatzern

Hertha BSC knallt Tür zur Bundesliga wieder zu

Nach der bitteren 2:5-Niederlage gegen Paderborn hatte Hertha-Trainer Stefan Leitl den Traum vom Bundesliga-Aufstieg bereits begraben. Doch zwei Siege in Folge der Berliner und gleichzeitige Patzer der direkten Konkurrenten Darmstadt, Elversberg und Paderborn ließen bei vielen Fans die Hoffnung wieder aufkeimen. Mit einem Sieg gegen den VfL Bochum hätte Hertha BSC auf nur fünf Punkte an die Aufstiegsplätze heranrücken können.

Last-Minute-Ausgleich zerstört Berliner Träume

Doch der späte Ausgleichstreffer des VfL Bochum in der Nachspielzeit zum 1:1 beendete alle Aufstiegshoffnungen der Hauptstädter abrupt. Herthas Elfmeter-Torschütze Dawid Kownacki zeigte sich nach dem Spiel fassungslos: „Wir haben in dieser einen Minute alles verloren. Dieser Punkt ist nichts. Es ist ein Rückschlag.“ Die Berliner hatten das Spiel lange Zeit kontrolliert und eine überzeugende erste Halbzeit gespielt, verpassten es jedoch nach der Pause, ihre Führung auszubauen.

Leitls Wechseltaktik geht nicht auf

Trainer Stefan Leitl brachte in der 89. Minute mit John Brooks einen erfahrenen Innenverteidiger für Offensivspieler Josip Brekalo und stellte auf Fünferkette um. Leitls Plan war klar: „Am Ende wollten wir unsere maximale Größe auf den Platz bekommen, um bei Standards besser verteidigen zu können.“ Doch nur zwei Minuten nach dem Wechsel kam der Schock für die Berliner.

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Nach einem Eckball konnte Brooks nicht in den Luftzweikampf eingreifen und musste hilflos zusehen, wie der Ball über Umwege zu Bochums Leandro Morgalla gelangte, der blitzschnell zum 1:1 einschob. Mittelfeldspieler Paul Seguin analysierte: „Es wäre cool, wenn man mal ein 2:0 macht. Machst du aber nicht, dann ist es immer gefährlich. Es kann immer einer reinrutschen – und so ist es dann auch gekommen.“

Aufstiegsträume endgültig geplatzt

Mit diesem Unentschieden verpasste Hertha BSC nicht nur den dritten Sieg in Serie, sondern auch die Rückkehr ins Aufstiegsrennen. Acht Spiele vor Saisonende beträgt der Rückstand auf den dritten Platz nun sieben Punkte – eine Lücke, die mit einem der teuersten Kader der Liga kaum noch zu schließen ist. Die Berliner scheinen auch im dritten Jahr nach dem Abstieg im Mittelmaß der 2. Bundesliga gefangen zu bleiben, trotz wiederholter Chancen durch Patzer der Konkurrenz.

John Brooks, der nach zwei schweren Verletzungen erstmals seit seiner Rückkehr im August 2024 wieder in einem Pflichtspiel für Hertha auflief, wurde zur tragischen Figur des Abends. Während die Konkurrenten aus Darmstadt, Elversberg und Paderborn ebenfalls Punkte liegen ließen, konnte Hertha BSC die Gunst der Stunde nicht nutzen und verspielte erneut eine wichtige Gelegenheit im Aufstiegskampf.

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