Historisches Länderspiel heute Abend: Elf Wechsel möglich
Heute Abend könnte im Schweizer Basel ein echtes Stück Fußballgeschichte geschrieben werden. Beim Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Deutschland (20.45 Uhr, RTL) droht eine Premiere, die es in der langen Tradition der deutschen Nationalmannschaft noch nie gegeben hat: Beide Teams dürfen bis zu elfmal wechseln.
Neue Regel macht historische Premiere möglich
Grundlage für diese außergewöhnliche Situation ist eine neue Regelung des International Football Association Board (Ifab). Ende Februar beschloss das Gremium, die Zahl der erlaubten Auswechslungen in Test-Länderspielen von sechs auf acht zu erhöhen. Doch das ist noch nicht alles: Wenn sich beide Mannschaften einigen, sind sogar bis zu elf Wechsel pro Team möglich.
Genau darauf haben sich der Deutsche Fußball-Bund und der Schweizer Fußballverband verständigt. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) erklärte im Vorfeld des Spiels, wie es zu dieser Vereinbarung kam. Noch vor dem Anpfiff griff Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin zum Telefon und rief seinen deutschen Kollegen an.
Yakins Wunsch und Nagelsmanns Reaktion
Yakin äußerte einen ungewöhnlichen Wunsch: Statt der üblichen fünf Wechsel sollte es ein unbegrenztes Wechselkontingent geben. Nagelsmann zeigte sich kooperativ und sagte: „Ich bin kein Riesenfreund davon, elfmal zu wechseln. Aber der Wunsch kam aus der Schweiz, dem haben wir gerne entsprochen.“
Diese Entscheidung markiert einen historischen Moment. Bis zur Einführung der Fünf-Wechsel-Regel während der Corona-Pandemie waren in Freundschaftsspielen meist nur bis zu sechs Auswechslungen erlaubt. In Pflichtspielen wie Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder der Nations League galt sogar lange Zeit die strikte Drei-Wechsel-Regel.
Blick in die Zukunft der Fußballregeln
Interessant ist der Vergleich mit kommenden Turnieren: Bei der WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko wird die Fünf-Wechsel-Regel zur Anwendung kommen. Das heutige Spiel in Basel könnte somit nicht nur ein historisches Ereignis sein, sondern auch einen Ausblick auf mögliche zukünftige Regelentwicklungen im internationalen Fußball bieten.
Die Spieler Jonathan Tah und Antonio Rüdiger, die bei einer Ein- bzw. Auswechslung im September 2025 zu sehen waren, könnten heute Abend Teil dieser besonderen Konstellation werden. Ob die vielen Wechselmöglichkeiten tatsächlich voll ausgeschöpft werden und wie sich dies auf den Spielverlauf auswirkt, bleibt abzuwarten.



