HSV vor entscheidendem Doppelpack: Trainer Polzin sucht nach der richtigen Mischung
Der Hamburger SV steht in der englischen Woche vor einer großen Herausforderung. Innerhalb von nur vier Tagen müssen die Hanseaten zwei wichtige Spiele in der Bundesliga bestreiten. Am Mittwochabend empfangen sie Bayer Leverkusen, am Samstag folgt das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. Trainer Merlin Polzin muss dabei nicht nur taktische Entscheidungen treffen, sondern auch mit personellen Engpässen umgehen.
Schmerzhafte Ausfälle bei den Hamburgern
Die medizinischen Untersuchungen am Montag brachten schlechte Nachrichten für den HSV. Nicolás Capaldo, der Vize-Kapitän des Teams, fällt für die nächsten zwei bis drei Wochen aus. Der Argentinier hat sich im Spiel gegen RB Leipzig eine Verletzung der Bauchmuskulatur zugezogen und musste bereits nach 20 Minuten ausgewechselt werden. Capaldo wird mit seiner Intensität und Führungsqualität auf dem Platz fehlen.
Ein weiterer Ausfall betrifft Miro Muheim. Der Flügelspieler kassierte gegen Leipzig seine fünfte gelbe Karte und ist für das Spiel gegen Leverkusen gesperrt. Diese beiden Abgänge zwingen Trainer Polzin zu ungewollten Umstellungen in seiner Startformation.
Polzins Rotationsdilemma
Der 35-jährige Trainer steht vor einem klassischen Dilemma der englischen Woche. Einerseits will er gegen den starken Gegner aus Leverkusen Punkte einfahren, andererseits benötigt er für das wichtige Spiel in Wolfsburg eine möglichst frische Mannschaft. Im Kampf um den Bundesliga-Verbleib gilt ein Unentschieden beim VfL als Mindestziel.
"Es geht um die richtige Balance zwischen Punkteerzielung und Kräfteeinteilung", so könnte man Polzins Herausforderung beschreiben. Der Doppelpack innerhalb von vier Tagen ist für den HSV von enormer Bedeutung.
Mögliche Lösungsansätze
Bei der Ersatzfrage für den verletzten Capaldo scheint die Lösung relativ klar. Warmed Omari dürfte die defensive Mittelfeldposition übernehmen, so wie er es bereits nach der Einwechslung gegen Leipzig tat. Auf den Außenbahnen wird es hingegen Verschiebungen geben.
Bakery Jatta, der zuletzt krankheitsbedingt pausieren musste, ist wieder fit und kehrt auf die rechte Seite zurück. Auf der linken Außenbahn muss Polzin zwischen William Mikelbrencis und Giorgi Gocholeishvili entscheiden. Beide Spieler warten auf ihre Chance.
Weitere Rotationen sind wahrscheinlich. Daniel Elfadli und Rayan Philippe hatten in den letzten Spielen wenig Einsatzzeit und könnten schon gegen Leverkusen in die Startelf rücken. Besonders bei Elfadli gilt dies als sehr wahrscheinlich. Sein Konkurrent Jordan Torunarigha konnte gegen Leipzig nicht an seine starke Leistung vom Mainz-Spiel anknüpfen.
Trainer Polzin muss in den kommenden Tagen nicht nur die taktische Ausrichtung festlegen, sondern auch die psychologische Komponente im Blick behalten. Die Mannschaft muss trotz der Ausfälle selbstbewusst auftreten und in beiden Spielen maximale Punktausbeute anstreben. Für den HSV geht es in dieser Saisonphase um alles im Kampf um den Klassenerhalt.



