Der ehemalige Nationalspieler Mats Hummels (37) hat dem DFB-Team mangelndes Selbstverständnis vorgeworfen. Der Weltmeister von 2014 sagte bei MagentaTV vor dem letzten Gruppenspiel gegen Ecuador, die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) gebe zu häufig die Spielkontrolle aus der Hand.
Hummels: DFB-Team teilweise zu passiv
Hummels zog einen Vergleich zu den Nationalmannschaften, in denen er selbst spielte: „Wir hatten schon das Gefühl: Egal wer kommt, wir können unser Spiel durchziehen. Wir sind sicher am Ball, die Jungs wollen den Ball, keiner versteckt sich. Und ich habe schon das Gefühl, dass die Mannschaft hier manchmal in so einen Modus der Passivität, des leichten Zweifelns kommt.“
Er ergänzte: „Es gibt in jedem Spiel Phasen, in denen der Gegner auf einmal eine gewisse Dominanz hatte. Wo man das Gefühl hat, das Spiel gehört jetzt zu viel der Elfenbeinküste oder sogar für fünf bis zehn Minuten Curaçao. Dieses Selbstverständnis ist nicht ganz so ausgeprägt, wie es vielleicht mal vor zehn Jahren war.“
Spielverläufe der DFB-Partien
Beim Spiel gegen Curaçao gelang dem krassen Außenseiter nach einer schnellen 1:0-Führung des DFB-Teams in der 21. Minute der Ausgleich. Anschließend setzten sich die Nagelsmann-Jungs mit 7:1 durch. Die Elfenbeinküste führte bis zur 68. Minute mit 1:0, ehe der eingewechselte Deniz Undav (29) mit seinem Doppelpack das Spiel noch zugunsten unserer Nationalmannschaft drehte.
Das DFB-Team ist dank zweier Siege in den ersten beiden Spielen bereits für die nächste Runde qualifiziert. Dennoch soll das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador genutzt werden, um den Rhythmus beizubehalten und Abläufe zu verbessern. Die Partie wird ab 22 Uhr in der ARD, bei MagentaTV und im BILD-Liveticker übertragen.



