ICE-Chef zur Fußball-WM: Einwanderungsbehörde als wichtiger Sicherheitspartner
ICE-Chef: Behörde wichtig für Sicherheit bei Fußball-WM

ICE-Chef betont Bedeutung der Einwanderungsbehörde für Sicherheit bei Fußball-WM

Nur noch wenige Monate trennen uns von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. In dieser entscheidenden Phase hat sich der Direktor der US-Einwanderungsbehörde ICE, Todd Lyons, zur Rolle seiner Behörde bei dem Mega-Event geäußert. Bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus in Washington erklärte Lyons, dass ICE ein „wichtiger Bestandteil“ des Sicherheitsapparats während der Weltmeisterschaft sein werde.

Homeland Security Investigations im Fokus

Lyons verwies insbesondere auf die Abteilung Homeland Security Investigations, die eine zentrale Funktion übernehmen soll. „Wir setzen uns für die Sicherheit dieses Ablaufs und aller Teilnehmer sowie der Besucher ein“, betonte der ICE-Chef in seiner Aussage. Die Behörde plane, Terrorangriffe zu verhindern und gegen Drogenschmuggel sowie Menschenhandel vorzugehen, um so einen reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten.

Kritik von Kongressabgeordneter Pou

Die demokratische Kongressabgeordnete Nellie Pou aus New Jersey, die Lyons befragte, äußerte jedoch Bedenken. Sie kritisierte, dass ungerechtfertigte Inhaftierungen durch ICE das Spielerlebnis der WM beeinträchtigen könnten. Pou verwies auf das MetLife Stadium in East Rutherford bei New York, wo mehrere Spiele inklusive des Finals am 19. Juli geplant sind. Lyons entgegnete, dass ICE sich dafür einsetze, „dass alle Besucher unserer Einrichtungen eine sichere Veranstaltung erleben können“.

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Vergangenheit und aktuelle Kontroversen

ICE steht seit längerem in der Kritik wegen ihrer rigorosen Vorgehensweise bei der Inhaftierung von Menschen, von denen einige zu Unrecht verhaftet werden. Bei der zuletzt in die Schlagzeilen geratenen Abteilung, die gegen Migranten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorgeht, handelt es sich um Enforcement and Removal Operations. Erst kürzlich gab es Proteste in Italien gegen den Einsatz von ICE-Beamten bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo, bei denen es zu Krawallen und sechs Festnahmen kam. In der US-Delegation sollten ICE-Beamte den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio überwachen.

Ausblick auf die WM 2026

Das Fußballturnier beginnt am 11. Juni 2026 und wird über mehrere Wochen in drei Ländern ausgetragen. Die Sicherheitsmaßnahmen, an denen ICE beteiligt ist, werden daher eine internationale Dimension haben. Lyons betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit, um die Sicherheit für Spieler, Fans und Veranstalter zu gewährleisten, trotz der anhaltenden Debatten über die Methoden der Behörde.

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