Infantino: Iran „selbstverständlich“ bei der WM 2026 dabei
Infantino: Iran bei WM 2026 dabei

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Spekulationen über einen möglichen Ausschluss der iranischen Nationalmannschaft von der bevorstehenden Weltmeisterschaft 2026 eine klare Absage erteilt. Trotz des anhaltenden Nahost-Konflikts werde der Iran selbstverständlich an dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada teilnehmen, erklärte Infantino zum Auftakt des FIFA-Kongresses am Donnerstag in Vancouver.

Infantino stellt klar: Iran spielt in den USA

„Lassen Sie es mich gleich klarstellen. Für diejenigen, die vielleicht etwas anderes sagen oder etwas anderes schreiben wollen: Iran wird selbstverständlich an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen. Und selbstverständlich wird Iran in den USA spielen“, sagte Infantino. Der FIFA-Boss betonte die verbindende Kraft des Fußballs: „Wir vereinen. Wir müssen die Menschen zusammenbringen. Das ist meine Verantwortung. Das ist unsere Verantwortung.“

Hintergrund: Irans Absage des Kongresses

Zuvor hatte es erneute Gerüchte über eine Endrunde ohne den Iran gegeben, nachdem die iranische Delegation ihre Teilnahme am FIFA-Kongress abgesagt hatte. Grund dafür sei eine „Beleidigung“ durch einen Polizisten bei ihrer Ankunft am Flughafen Toronto gewesen, wie der iranische Verband in einer Mitteilung erklärte, aus der iranische Medien zitierten. Verbandspräsident Mehdi Taj und zwei weitere Mitarbeiter, die mit offiziellen Visa eingereist waren, seien „aufgrund des unangemessenen Verhaltens der Einwanderungsbeamten am Flughafen und der Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte mit dem nächstmöglichen Flug in die Türkei zurückgekehrt“.

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Medienberichten zufolge sei Taj trotz eines gültigen Visums die Einreise verwehrt worden. Der Verbandspräsident hat eine Vergangenheit im Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden, die von Kanada als terroristische Organisation eingestuft werden.

Spiele des Iran in Gruppe G

Die iranische Nationalmannschaft trifft in der Gruppenphase der WM 2026 in Gruppe G auf Neuseeland und Belgien in Los Angeles sowie auf Ägypten in Seattle. Infantino stellte klar, dass die Teilnahme des Iran nicht infrage stehe und der Fußball weiterhin Brücken bauen solle.

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