IOC-Präsidentin Coventry blamiert sich bei Pressekonferenz
IOC-Präsidentin Coventry blamiert sich bei Pressekonferenz

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hat auf der Abschluss-Pressekonferenz der Olympischen Spiele mit eklatanter Ahnungslosigkeit für Aufsehen gesorgt. Sie zeigte zu drei zentralen Themen keinerlei Kenntnisse und drohte sogar öffentlich ihrem Team mit Konsequenzen.

Das erste Thema betraf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Bedenken gegen eine deutsche Bewerbung für die Sommerspiele 2036 geäußert hatte – wegen des Jubiläums 100 Jahre nach den Nazi-Spielen. Coventry erklärte: „Offen gesagt habe ich, und da schaue ich zu meinem Team, nicht auf dem Schirm, dass Deutschland etwas zu den Spielen 2036 gesagt hat. Also habe ich auch keine Meinung zu diesem Thema.“ Ihr Sprecher Mark Adams gab zu, dass man die Äußerungen nicht gesehen habe.

Das zweite Thema war ein Enthüllungsbericht der New York Times über den Chef der russischen Anti-Doping-Behörde, der in das Dopingsystem verstrickt sein soll. Coventry blickte hilfesuchend zu ihren Mitarbeitern und sagte: „Da muss ich wieder mein Team anschauen und vielleicht muss ich jemanden entlassen, weil ich dazu wieder nichts sagen kann. Aber ich wäre sehr daran interessiert, mehr darüber zu erfahren.“ Sie fragte ihr Team: „Es war in der New York Times. Leute, was ist da passiert? Wo sind wir hier?“

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Das dritte Thema betraf Fifa-Chef Gianni Infantino, der als IOC-Mitglied an Donald Trumps Friedensrat teilgenommen hatte, was gegen das Neutralitätsgebot der olympischen Charta verstoßen könnte. Auch hier war Coventry unvorbereitet: „Auch das hatte ich nicht auf dem Schirm. Jetzt, wo sie es mir sagen, werden wir es uns anschauen.“ Das IOC erklärte später, Infantinos Auftritt sei in Ordnung gewesen – über den Auftritt der Präsidentin ließ sich das nicht sagen.

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