Iran bei WM: Einreise zwei Tage vor Seattle-Spiel erlaubt
Iran bei WM: Einreise zwei Tage vor Seattle-Spiel erlaubt

Das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) hat der iranischen Nationalmannschaft eine frühere Einreise in die Vereinigten Staaten gestattet. Wie ein DHS-Sprecher bestätigte, darf das Team nun zwei Tage vor dem Spiel gegen Ägypten in Seattle am 26. Juni anreisen – statt wie bisher nur einen Tag vor den Partien in Los Angeles. „Im Vorfeld der Partie in Seattle am 26. Juni wird es der iranischen Nationalmannschaft gestattet, zwei Tage vor dem Spiel – also am ‚Match Day minus zwei‘ – anzureisen“, so der Sprecher.

Bisher strenge Reiseauflagen für Iran bei der WM

In den ersten beiden Gruppenspielen in Los Angeles war der Delegation aus dem Iran lediglich erlaubt, jeweils einen Tag vor der Partie einzureisen. Nach dem Abpfiff musste die Mannschaft die USA zudem umgehend wieder verlassen. Diese Beschränkungen hatten zu Unmut beim iranischen Fußballverband (FFIRI) geführt, der eine Beschwerde bei der FIFA ankündigte. Die Regelungen stünden „im Widerspruch zum Grundsatz der Gleichbehandlung aller teilnehmenden Mannschaften und könnten sich negativ auf die Vorbereitung der Mannschaften auswirken“, hieß es in einer Erklärung des Verbands.

Ausreise-Regelung bleibt unverändert

Trotz der Erleichterung bei der Einreise ändert sich an der Ausreise-Pflicht nichts. Die iranische Mannschaft ist weiterhin aufgefordert, nach dem Spiel schnell ihre Sachen zu packen und wieder nach Mexiko auszureisen. Das Basecamp der Iraner befindet sich in Tijuana. Ursprünglich war ein Quartier in Tucson/Arizona geplant gewesen, doch aufgrund der Spannungen im Nahen Osten verlegte der Verband den Standort.

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„Pride Game“ in Seattle sorgt für Kontroversen

Ein weiteres Problem wartet auf die Iraner in Seattle: Die Stadt hat das Spiel zum „Pride Game“ erklärt, das gleichgeschlechtliche Lebensformen in den Mittelpunkt rückt. Trotz Protesten aus dem Iran und Ägypten hält Seattle an den Plänen fest und will die Feierlichkeiten rund um das Stadion wie geplant durchführen. Sowohl der iranische als auch der ägyptische Fußballverband laufen dagegen Sturm. Beide haben sich offiziell bei der FIFA beschwert, berufen sich auf die Statuten zur politischen Neutralität und fordern ein striktes Verbot von Regenbogenflaggen im Stadion. In beiden muslimischen Ländern werden Homosexuelle verfolgt. Der Weltverband verweist darauf, dass die Aktion vom lokalen Organisationskomitee ausgeht.

Spiel in Seattle mit politischen Implikationen

Das Spiel am Freitag im Seattle Stadium (66.925 Zuschauer) zwischen dem Iran und Ägypten findet somit unter besonderen politischen Vorzeichen statt. Die iranische Mannschaft hatte zuvor angekündigt, sich bei der FIFA über die Reisebeschränkungen zu beschweren. Die nun gewährte frühere Einreise wird als Teilerfolg gewertet, doch die grundsätzlichen Spannungen bleiben bestehen.

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