Iranische Fußballerin verrät Teamkolleginnen: Mullah-Regime setzt Sportlerinnen unter Druck
Im Fall der iranischen Fußball-Frauen zeigt sich erneut, wie bedrohlich der Arm des Mullah-Regimes ist. Eine der sieben Nationalspielerinnen, die in Australien Asyl erhalten hatten, hat sich überraschend zur Rückreise in den Iran entschieden und dabei den geheimen Aufenthaltsort ihrer Teamkolleginnen der iranischen Botschaft in Canberra verraten. Die australischen Behörden mussten die übrigen sechs Frauen sofort in ein neues, geheimes Quartier bringen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Australischer Innenminister bestätigt den Vorfall
Der australische Innenminister Tony Burke (56) bestätigte den Vorfall und erklärte, dass eine der Spielerinnen der iranischen Botschaft das Versteck der Frauen preisgegeben habe. „Dadurch wusste die Botschaft, wo sich alle befanden“, so Burke. Er habe „sofort Anweisungen gegeben, die Personen zu verlegen, und das wurde umgehend erledigt“. Bislang ist unklar, welche Spielerin sich zur Rückkehr entschied, doch es wird befürchtet, dass sie ihre Kameradinnen unter erheblichem Druck verraten hat.
Rest des Teams kehrt nach Teheran zurück
Trotz intensiver Bemühungen der australischen Regierung, die Spielerinnen zum Bleiben zu bewegen, befindet sich der Rest des Frauen-Teams inzwischen auf dem Rückweg nach Teheran. Innenminister Tony Burke versicherte, jede Spielerin sei am Flughafen von Sydney vom Team getrennt worden und habe Zeit bekommen, das Asylangebot in Ruhe zu überdenken. So hätten die Behörden sichergestellt, dass die Rückkehr „ihre Entscheidung“ war. Doch weitere Spielerinnen konnte die Regierung nicht überzeugen – Bilder vom Flughafen zeigten, wie einige der Frauen unter Tränen in den Flieger stiegen.
Drohungen gegen Familien als Druckmittel
US-Präsident Donald Trump (79) äußerte auf seiner Plattform Truth Social die Befürchtung, dass die Athletinnen mit perfiden Mitteln zu einer Rückkehr bewegt werden sollten. „Einige glauben jedoch, dass sie zurückkehren müssen, weil sie um die Sicherheit ihrer Familien fürchten, einschließlich Drohungen gegen Familienmitglieder, sollten sie nicht zurückkehren“, schrieb er. Diese Sorge spiegelt die tiefgreifende Angst wider, die das Mullah-Regime mit solchen Taktiken verbreitet.
Hintergrund: Protest beim Asien-Cup
Die neuesten Entwicklungen sind Teil eines erschreckenden Thrillers um die Sportlerinnen. Beim Asien-Cup hatte sich das Team den Zorn des Regimes in Teheran zugezogen, als es vor dem Spiel gegen Südkorea weder salutierte noch die Hymne mitsang. Die Mullah-Propaganda brandmarkte die Spielerinnen daraufhin als „Verräterinnen“. Menschenrechtler warnen, dass den Frauen bei einer Rückkehr harte Repressalien drohen, da ihre Geste als Widerstand gegen die Islamische Republik gewertet wurde.
Die Hass-Botschaften aus Teheran kamen offenbar schnell bei den Iranerinnen an: Vor den folgenden Spielen gegen Australien und die Philippinen zeigten sie plötzlich wieder den gewohnten Gruß. Ob dies sie und ihre Familien vor Bestrafungen durch die Mullahs bewahren wird, bleibt ungewiss. Die Ereignisse unterstreichen die prekäre Lage von Sportlerinnen in autoritären Regimen, die zwischen persönlicher Freiheit und familiärer Sicherheit zerrieben werden.



