Iran scheitert knapp: Remis gegen Österreich besiegelt WM-Aus als Gruppendritter
Iran scheitert knapp: WM-Aus als Gruppendritter besiegelt

Der Iran hat das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft verpasst, obwohl er sein letztes Gruppenspiel unentschieden beendete. Mit drei Unentschieden und drei Punkten landete das Team auf dem neunten Platz in der Tabelle der Gruppendritten – und schied damit aus. Ausschlaggebend war der späte Ausgleichstreffer Österreichs im parallel laufenden Spiel gegen Algerien.

Spätes Remis rettet Österreich und bringt Iran ums Weiterkommen

Im letzten Gruppenspiel der Vorrunde trafen Österreich und Algerien aufeinander. Beide Mannschaften benötigten ein Unentschieden, um die nächste Runde zu erreichen. Das Spiel endete 3:3 – Österreich glich in der sechsten Minute der Nachspielzeit aus und sicherte sich damit den nötigen Punkt. Österreich belegte dadurch Platz zwei in der Gruppe J, Algerien rutschte auf Rang drei, qualifizierte sich aber als sechstbester Gruppendritter dennoch für die K.o.-Runde.

Der Iran hingegen hatte bis zuletzt auf den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde einer WM gehofft. Mit drei Punkten aus drei Unentschieden und einem Torverhältnis von 0:0 belegte das Team den undankbaren neunten Platz unter den Gruppendritten. Eine um drei Treffer bessere Tordifferenz oder ein Punkt mehr hätten für das Weiterkommen gereicht.

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System der Gruppendritten: 48 Teams, neue K.o.-Runde

Durch die Ausweitung der Weltmeisterschaft auf 48 Teams führt die Fifa eine zusätzliche K.o.-Runde vor dem Achtelfinale ein. Neben den zwölf Gruppensiegern und zwölf Zweitplatzierten qualifizieren sich auch die acht besten Gruppendritten. Alle zwölf Teams, die die Vorrunde auf Platz drei beenden, bilden eine eigene Tabelle. Entscheidend sind zunächst die Punkte, dann die Tordifferenz.

Der letzte Vorrundenspieltag erstreckte sich über vier Tage. Dabei erwies es sich als Vorteil, später im Einsatz zu sein. Südkorea und Schottland beendeten ihre Vorrunde bereits am Donnerstag (Ortszeit) mit je einem Sieg und zwei Niederlagen. Sie hatten keine Referenz, welche Ausbeute als Dritter nötig sein würde – im Gegensatz zu den später spielenden Teams. Dieser Trend zeigte sich bereits bei den vergangenen Europameisterschaften, bei denen ebenfalls eine Tabelle der Gruppendritten gebildet wurde.

495 Varianten – am Ende entscheidet Variante 67

Insgesamt gab es 495 mögliche Varianten für die Verteilung der Gruppendritten auf die Gegner in der K.o.-Runde. Am Ende setzte sich Variante 67 durch. Deutschland trifft als Sieger der Gruppe E auf Paraguay. Die weiteren Duelle der Gruppendritten: [Hier folgen die Paarungen].

Der Iran, Schottland und Südkorea sind die Teams, die trotz eines Sieges im letzten Spiel oder eines Unentschiedens als Gruppendritte ausschieden. Sie verpassten das Weiterkommen um wenige Tore oder einen Punkt.

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