Iranische Fußballerinnen erhalten Asyl in Australien nach mutigem Protest
Was für eine Erleichterung muss dieses Dokument sein? Fünf iranische Fußball-Nationalspielerinnen, die erst kürzlich aus ihrem Team flohen, erhielten direkt humanitäre Visa von der australischen Regierung. Als der australische Innenminister Tony Burk seine Unterschrift unter die Papiere setzte, brachen die Sportlerinnen in Applaus aus – endlich in Freiheit!
Ein kleiner Moment mit großer Bedeutung
„Australien hat das iranische Frauen-Fußballteam ins Herz geschlossen“, erklärte Minister Burk gegenüber ABC News Australia. „Diese Frauen sind hier unglaublich beliebt, aber wir haben festgestellt, dass sie durch ihre Entscheidung in einer furchtbar schwierigen Situation stecken.“
Die fünf Athletinnen – Fatemeh Pasandideh (21), Zahra Ghanbari (34), Zahra Sarbali (32), Atefeh Ramazanzadeh (33) und Mona Hamoudi (32) – sahen für sich keinen anderen Ausweg mehr. Beim Spiel gegen Südkorea am 2. März hatten sie kollektiv das Mitsingen der Nationalhymne und das Salutieren verweigert. Daraufhin wurden sie im iranischen Staatsfernsehen als „Verräterinnen“ bezeichnet und müssen nun befürchten, vom Mullah-Regime für ihr Verhalten hart bestraft zu werden.
So lief die geheime Rettungsaktion ab
Dass die fünf Spielerinnen jetzt in Sicherheit sind und Australien als ihre neue Heimat betrachten können, ist einer schnellen Geheimoperation zu verdanken. Im Hotel in Gold Coast gelang es den Frauen, den ständig anwesenden Aufpassern des Regimes zu entkommen und in einen privaten Raum zu gelangen, wo sie mit Migrationsberaterin Naghmeh Danai sprechen konnten.
„Sie standen unter enormem Stress“, berichtete Danai. „Sie wussten nicht, was sie tun sollten, machten sich Sorgen um ihre Familien, ihre Existenz im Iran und fragten sich, was die beste Entscheidung wäre. Was wäre, wenn sie hier blieben und all ihren Besitz im Iran verlieren würden?“
Die größte Sorge der Spielerinnen galt ihren Familien im Heimatland, die bereits Drohanrufe erhalten hatten, um die Frauen zur Rückkehr zu zwingen. „Meiner Beobachtung nach sind sie jung und unschuldig. Sie können sich nicht einmal das Ausmaß dessen vorstellen, was ihnen widerfahren könnte, wenn sie zurückkehren würden“, so Danai weiter. „Sie hatten sogar Angst vor den australischen Polizisten, weil die Polizei der iranischen ähnelt.“
Die Hintergründe des Protests
Beim entscheidenden Spiel gegen Südkorea standen die Frauen des iranischen Fußballteams stumm und ohne Salut da, während die Nationalhymne des islamischen Regimes gespielt wurde. Dieser stille Protest war der Auslöser für die anschließende Verfolgung durch die iranischen Behörden.
Berichten zufolge soll mit Mohadeseh Zolfi sogar noch eine sechste Spielerin geflohen sein, was die Dimension dieser Fluchtbewegung unterstreicht. Die humanitären Visa markieren für die fünf bestätigten Flüchtlinge nun den Beginn eines neuen Lebens in Freiheit und Sicherheit.
Die australische Regierung hat mit dieser Entscheidung ein deutliches Zeichen gesetzt und den mutigen Sportlerinnen eine Zukunftsperspektive geboten, die ihnen in ihrer Heimat verwehrt blieb.



