Italien verpasst WM 2026: Playoff-Drama in Bosnien-Herzegowina endet im Elfmeter-Desaster
Die letzten vier europäischen Startplätze für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sind vergeben. In einem atemberaubenden Playoff-Abend setzten sich Bosnien-Herzegowina, die Türkei, Tschechien und Schweden durch, während Italien zum dritten Mal in Folge die Qualifikation verpasste. Das Team von Nationaltrainer Gennaro Gattuso scheiterte in Sarajevo nach einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen, das den Negativ-Hattrick der Italiener besiegelte.
Italiens Albtraum setzt sich fort
Italien startete vielversprechend in das entscheidende Duell. Nach einem Patzer von Bosnien-Herzegowinas Torhüter Nikola Vasilj in der 15. Minute nutzte Moise Kean die Chance und traf mit einem spektakulären Rechtsschuss zur Führung. Doch die Freude währte nicht lange: Alessandro Bastoni sah in der 41. Minute nach einem Foul an Amar Memić die Rote Karte, wodurch Italien den Rest des Spiels mit zehn Mann kämpfen musste. Trotz einer großen Chance von Kean in der 60. Minute, der frei vor dem Tor scheiterte, hielt die italienische Defensive lange stand. Erst in der 79. Minute gelang Bosnien-Herzegowina der Ausgleich durch Haris Tabaković, nachdem Edin Džeko eine Kopfballaktion eingeleitet hatte. In der Verlängerung blieb es torlos, sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dort versagten zwei italienischen Schützen die Nerven, während Bosnien-Herzegowina kühl blieb und sich damit historisch für die WM-Endrunde qualifizierte.
Türkei kehrt nach langer Pause zurück
Parallel dazu sicherte sich die Türkei mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den Kosovo ihren ersten WM-Startplatz seit 2002. Kerem Aktürkoğlu erzielte in der 53. Minute den entscheidenden Treffer, nachdem der Kosovo zuvor mehrfach knapp gescheitert war, unter anderem in der 81. und 87. Minute. Die Türken begannen forsch und kontrollierten weite Teile des Spiels, während der Kosovo trotz guter Chancen, wie einem Schuss von Fisnik Asllani in der 29. Minute, das Tor verfehlte. Dieser Sieg markiert ein Comeback für die türkische Nationalmannschaft, die zuletzt bei der WM 2002 den dritten Platz erreichte.
Schweden und Tschechien feiern dramatische Erfolge
In einem weiteren spannenden Playoff setzte sich Schweden mit 3:2 gegen Polen durch. Anthony Elanga eröffnete das Spiel in der 15. Minute mit einem Traumtor, doch Polen glich durch Nicola Zalewski aus. Gustaf Lagerbielke brachte Schweden erneut in Führung, bevor Karol Świderski den Ausgleich erzielte. In der Schlussminute sicherte Viktor Gyökeres mit einem Treffer unter die Latte den Sieg und die WM-Teilnahme für Schweden. Tschechien hingegen überstand ein wahres Drama: Nach einem 0:2-Rückstand gegen Irland im Halbfinale siegten sie im Elfmeterschießen und trafen im Finale auf Dänemark. Pavel Sulc brachte Tschechien früh in Führung, doch Joachim Andersen glich aus. In der Verlängerung trafen Ladislav Krejčí und Kasper Høgh, bevor Tschechien im Elfmeterschießen triumphierten und sich erstmals seit 20 Jahren wieder für die WM qualifizierte.
Insgesamt war es ein Abend voller Emotionen und Überraschungen, der die europäische Fußballlandschaft für die WM 2026 prägte. Während Bosnien-Herzegowina, die Türkei, Tschechien und Schweden jubeln, muss Italien eine weitere bittere Niederlage verkraften und bleibt vorerst von der Weltbühne ausgeschlossen.



