Ivorer in Berlin: 2:1-Tipp für Elfenbeinküste gegen DFB-Elf
Ivorer in Berlin tippt 2:1 für Elfenbeinküste gegen Deutschland

Ivorer im WM-Fieber: Nächstes Deutschland-Spiel – „Tippe auf ein 2:1 für die Elfenbeinküste“

Berlin. Am Samstag trifft das DFB-Team bei der Weltmeisterschaft auf die Elfenbeinküste. Ein gebürtiger Ivorer in Berlin glaubt, dass es „schwierig für das deutsche Team“ wird, mitzuhalten. Von Hannah Köllen, Bezirksreporterin Neukölln. 19.06.2026, 06:00 Uhr.

Nach dem erfolgreichen deutschen WM-Auftakt fiebern Fußballfans nun dem zweiten Spiel der Nationalelf entgegen. Am kommenden Samstag (20. Juni) trifft Julian Nagelsmanns Team auf die Mannschaft der Elfenbeinküste. Für den gebürtigen Ivorer Chaibou Doumbia ist dies eine besonders aufregende Partie: „Ich hoffe auf jeden Fall, dass die Elfenbeinküste gewinnt. Aber ich will auch, dass die deutsche Mannschaft weiterkommt“, so Doumbia, der vor knapp 30 Jahren aus dem westafrikanischen Staat nach Deutschland kam.

Er räumt den Fußballern aus seinem Heimatland gute Gewinnchancen ein. „Ich tippe auf ein 2:1 für die Elfenbeinküste.“ Denn auch wenn Julian Nagelsmanns Team durch Erfahrung punkten kann: „Unsere Jungs sind schnell. Das wird schwierig für das deutsche Team, da mitzuhalten.“ Der Auftaktsieg gegen Ecuador habe den ivorischen Spielern zusätzliches Selbstbewusstsein gegeben, so Doumbia. „Die Mannschaft ist total euphorisch. Die Spieler wollen jetzt unbedingt zeigen, was sie können.“ Die größte Stärke des Teams sieht er in der Abwehr. „So etwas, wie den Deutschen im Spiel gegen Curaçao passiert ist, würde der Mannschaft der Elfenbeinküste nicht passieren.“ Nach einem 1:0-Vorsprung hatte die deutsche Nationalelf ein Gegentor kassiert. Letztlich ging das DFB-Team jedoch mit einem 7:1-Sieg aus der Partie hervor.

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Fußball macht „Freude und Hoffnung“

Das Spiel am Samstagabend wird Doumbia gemeinsam mit anderen Mitgliedern der ivorischen Community in Berlin im Global Village (Am Sudhaus 2, 12053 Berlin) verfolgen. „Es werden viele Ivorerinnen und Ivorer kommen, denn Fußball ist eine große Leidenschaft vieler Menschen in unserer Nation“, so Doumbia. Selbst in der Zeit des Bürgerkriegs habe der Sport in dem westafrikanischen Staat eine große Rolle gespielt. „Fußball hat den Menschen gerade damals viel Freude und Hoffnung gemacht“, so Doumbia. Er selbst ist beim Ivoire Concorde Berlin, einem Zusammenschluss von Ivorern in der Hauptstadt, für alle sportlichen Angelegenheiten zuständig. Außerdem trainiert er eine Kindermannschaft junger ivorischer Spieler.

Ivorer in Berlin: Gegner für das Team der Elfenbeinküste „zu stark“

„Für die Menschen an der Elfenbeinküste ist die Weltmeisterschaft etwas Besonderes.“ Zwar ist es nicht die erste Teilnahme, allerdings hat es die Mannschaft bisher noch nie über die Gruppenphase hinaus geschafft. „Die Vorrunde zu schaffen, wäre also schon echt klasse. Da würden die Menschen in der Heimat bereits richtig feiern.“ Von einem WM-Sieg der Ivorer wagt Doumbia jedoch nicht zu träumen. „Es ist ja schön, wenn man ambitionierte Ziele hat, aber realistisch sollten sie sein“, so der 56-Jährige. Zu stark seien die Gegner, vor allem viele der europäischen Mannschaften.

Sollte das Aus für die Elfenbeinküste kommen, hofft Doumbia auf die Mannschaft von Nagelsmann. „Dann bin ich natürlich Team Deutschland.“ Das würde wohl auch seine vier in Deutschland geborenen Kinder freuen, denn die fiebern schon jetzt mit dem deutschen Team mit. Auch wenn Doumbia sich selbst als „großen Fußballfan“ bezeichnet: „Am Ende ist es nur ein Spiel, das nach 90 Minuten zu Ende geht.“

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