In diesen Tagen tauchen manche Familien an weiterführenden Schulen in Berlin auf, denen man die Enttäuschung ansieht: Sie haben vom Schulamt den Bescheid erhalten, dass ihr Erstwunsch nicht erfüllt werden konnte. Stattdessen wurde ihnen nur der Zweit- oder Drittwunsch zugesprochen – oder sogar keiner der drei gewünschten Plätze.
Die Perspektive wechseln
Unser Kolumnist Axel Jürs plädiert dafür, die Situation als Chance zu betrachten. Ein langer Schulweg mag zunächst unpraktisch erscheinen, doch er bietet auch Vorteile: Kinder lernen, selbstständiger zu werden, und gewinnen Zeit für sich selbst. Die tägliche Fahrt kann zur Routine werden, die zur Ruhe kommen lässt oder für Gespräche mit Mitschülern genutzt wird.
Eltern sollten gelassen bleiben
Jürs ermutigt Eltern, die Enttäuschung nicht an die Kinder weiterzugeben. Stattdessen sollten sie die neue Situation gemeinsam erkunden und die positiven Aspekte hervorheben. Die Schule ist letztlich nicht nur der Ort des Lernens, sondern auch ein sozialer Raum, in dem Kinder neue Freundschaften schließen können – auch abseits der Wunschschule.
Die Kolumne schließt mit einem Appell: Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Kind seinen Weg gehen wird, auch wenn dieser zunächst weiter erscheint als erhofft. Der lange Schulweg kann eine wertvolle Erfahrung sein, die das Kind fürs Leben stärkt.



