Doppeltes Glück für Jena-Star Maurice Hehne: Vaterfreuden und Sieg in Leipzig
Turbulente und freudige Tage erlebte Maurice Hehne, der Defensivspezialist des FC Carl Zeiss Jena. Der 28-Jährige wurde am vergangenen Freitag zum zweiten Mal Vater und feierte nur zwei Tage später mit seiner Mannschaft einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg beim Spitzenspiel gegen Lok Leipzig. „Mama und Mädchen sind wohlauf“, verkündete der überglückliche Hehne nach den ereignisreichen Tagen.
Trainerlob für den zweifachen Familienvater
Sein Trainer Volkan Uluc zeigte sich beeindruckt von der Leistung seines Spielers: „Er hatte den Kopf voll, hat zwei Tage nicht trainiert und war dann in einer überragenden Art und Weise für die Mannschaft dagewesen“, lobte der 56-Jährige. Hehne kam zwar nur von der Bank, glänzte aber in seinen 30 Minuten Einsatzzeit als zuverlässiger Abräumer vor der Abwehrkette. Genau diese Qualitäten möchte Uluc auch in der kommenden Saison in seinem Team wissen – doch Hehnes Vertrag läuft am Saisonende aus.
Vertragsfrage überschattet die Freude
Der Fußball-Lehrer macht sich nun für den Verbleib des Eigengewächses stark: „Er ist ein Spieler, der uns wichtig ist, der uns Stabilität gibt. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine. Er ist eine echte Säule und ich hoffe, dass das gut vom Verein gemanagt wird. Er ist ein Jenaer Junge und soll es bleiben“, betonte Uluc.
Auch Hehne selbst signalisiert eindeutig, dass er seine Zukunft in Jena sieht: „Ich liebe den Verein, würde gern bleiben. Es gibt Gespräche, aber wir warten noch, dass etwas kommt“, erklärte der Mittelfeldspieler. Das bedeutet konkret: Dem Spieler liegt bislang noch kein schriftliches Vertragsangebot vor. Warum die Vereinsspitze mit einer Offerte zögert, bleibt unklar.
Glücksschwein als heimlicher Meisterschaftshelfer
Hehne würde sich eigentlich lieber auf das sportlich Wesentliche konzentrieren – den Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost. Der Sieg in Leipzig sei durchaus als Warnsignal an die Konkurrenz zu verstehen, dass mit dem FC Carl Zeiss in dieser Saison zu rechnen sei, so der Spieler. Die Mannschaft zieht dabei alle Register, wie Hehne verrät: „Wir haben ein Glücksschwein, das immer bei uns in der Kabine liegt. Dieses Mal haben wir es mitgenommen, es saß mit auf der Bank“.
Das rosa Tier sei ziemlich „wabbelig“, gestand Hehne, der die Betreuung des ungewöhnlichen Maskottchens übernommen hat. „Eigentlich war es mal der Wanderpokal für den schlechtesten Spieler bei unseren internen Padel-Turnieren. Niemand wollte es haben, weil es wirklich hässlich ist. Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass es ein echter Glücksbringer ist“, erzählte der Defensivspezialist schmunzelnd. Ob das Schweinchen dem FCC tatsächlich den Weg zur Meisterschaft ebnen kann, bleibt abzuwarten – für Hehne steht jedoch fest, dass er sowohl privat als auch beruflich in Jena verwurzelt bleiben möchte.



