Juventus Turin plant Weiterverkauf von Lois Openda trotz Kaufverpflichtung
Der belgische Stürmer Lois Openda (26) steht bei Juventus Turin vor dem Aus, noch bevor sein Wechsel überhaupt offiziell vollzogen ist. Wie der belgische Journalist Sacha Tavolieri berichtet, hat die Alte Dame keine sportliche Verwendung mehr für den Angreifer und plant, ihn im Sommer umgehend weiterzuverkaufen.
Kostspielige Vertragsklausel zwingt Juventus zum Kauf
Das Problem für Juventus: Der Klub wird Openda nach aktueller Vertragslage sogar kaufen müssen. Im Leihvertrag mit RB Leipzig wurde eine Klausel vereinbart, die den Wechsel in einen festen Kauf für 40 Millionen Euro umwandelt, sollte Juventus die Saison mindestens auf Tabellenplatz 10 beenden. Genau darauf läuft es derzeit hinaus.
Aktuell belegt Juventus Platz 5 in der Serie A, mit einem komfortablen Vorsprung von 14 Punkten auf den elften Platz. Bei zwölf noch ausstehenden Spielen bis Saisonende erscheint die Erfüllung der Kaufbedingung als sehr wahrscheinlich. Juventus muss also zunächst die hohe Ablösesumme zahlen, um den Spieler anschließend mit Verlust weiterzuverkaufen.
Sportlicher Misserfolg in Italien
Opendas Zeit in Turin gestaltet sich sportlich als Enttäuschung. Unter Trainer Luciano Spalletti (66) kam der Belgier bisher nur auf vier Startelf-Nominierungen in der Serie A. Kein einziges Spiel bestritt er über die vollen 90 Minuten. In insgesamt 22 Einsätzen gelangen ihm lediglich ein Tor und eine Torvorlage - magere Werte für einen Stürmer, der vergangenen Sommer mit großen Erwartungen wechselte.
Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits in Leipzig begann. Neben sportlicher Stagnation fiel Openda beim Bundesligisten zum Ende seiner Zeit durch divenhaftes Verhalten auf und drängte auf einen Wechsel. RB Leipzig konnte dank des geschickt verhandelten Deals von Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (41) jedoch einen finanziell vorteilhaften Abschied erzielen.
Mögliche nächste Stationen
Für den Sommer zeichnen sich bereits mögliche Abnehmer ab. Juventus favorisiert einen Verkauf in die finanzkräftige englische Premier League oder nach Saudi-Arabien. Beide Ligen könnten die geforderte Ablösesumme aufbringen und Openda ein lukratives Gehalt bieten.
Interessant ist auch das Interesse von Juventus' Ligakonkurrent Bologna, der zuletzt mit dem Belgier in Verbindung gebracht wurde. Ob es zu einem Wechsel innerhalb der Serie A kommt, bleibt jedoch fraglich, da Juventus den direkten Konkurrenten wohl kaum stärken möchte.
Das Kapitel Lois Openda bei RB Leipzig ist damit endgültig abgeschlossen - zum Vorteil des deutschen Klubs, der den unzufriedenen Stürmer loswurde und dabei noch eine ansehnliche Transferentschädigung erhält. Für Openda selbst bedeutet der erneute Vereinswechsel, dass er zum dritten Mal in kurzer Folge einen Neuanfang wagen muss.



