Die größte Sensation der WM ist perfekt: Die Inselgruppe Kap Verde hat Europameister Spanien blamiert. Fabian Ruiz wirkte nach dem Spiel verzweifelt. Der Fehlstart für Spanien ist besiegelt – der Europameister blamiert sich zum WM-Auftakt bis auf die Knochen. Gegen den WM-Neuling Kap Verde kommt Spanien nicht über ein 0:0 hinaus. Die Mannschaft findet gegen die afrikanische Inselgruppe keine Lösung, auch Superstar Lamine Yamal nicht.
Inselgruppe blamiert Spanien
Europameister Spanien gegen WM-Neuling Kap Verde – auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Die große Frage vor dem Anstoß war: Wird es nach der 7:1-Gala der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao das erste Spiel der WM, das zweistellig ausgeht? Die eindeutige Antwort lautet: Nein! Ganz im Gegenteil.
Spanien quält sich in die WM. Vor allem in der ersten Halbzeit ist der Europameister – noch ohne die beiden angeschlagenen Superstars Lamine Yamal und Nico Williams – extrem harmlos. Bezeichnend: Erst in der 15. Minute gelingt Spanien der erste Torschuss, kurz vor der Pause (39.) durch einen Lattenschuss von Torres die erste Großchance. In der neu eingeführten Trinkpause (22. Minute) tobt Spaniens Trainer Luis de la Fuente und ist mit der Leistung seiner Stars gar nicht einverstanden. Die nächste WM-Überraschung: Kap Verde erkämpft sich gegen Spanien ein 0:0 zur Halbzeit.
Mit entsprechend viel Wut im Bauch kommen die Spanier aus der Kabine und laufen Dauersturm auf das Tor der afrikanischen Inselgruppe, die nur rund 500.000 Einwohner hat. Das Glück der Iberer: Die Spieler von Kap Verde müssen dem Dauerdruck Tribut zollen und bauen konditionell ab. Im Mittelpunkt steht Keeper Vózinha, der immer mehr Schüsse der Spanier abwehren muss.
In der 71. Minute erhebt sich das Stadion: Yamal wird endlich eingewechselt. Aber auch ihm gelingt kein Treffer gegen den krassen Außenseiter. Kap Verde feiert einen historischen Punktgewinn bei der WM.
Fakt ist jetzt schon: Spanien muss sich deutlich steigern. Am Sonntag geht es im zweiten Spiel gegen Saudi-Arabien (Sonntag, 18 Uhr). Dann muss der Europameister ein anderes Gesicht zeigen.



