Jako-Vorstand verteidigt 100-Euro-Trikots als gerechtfertigt
Jako-Chef: 100-Euro-Trikots sind ihr Geld wert

Jako-Vorstand verteidigt 100-Euro-Trikots: „Preis ist gerechtfertigt“

Berlin/Hollenbach. Nicht nur Adidas und Puma: Auch der deutsche Mittelständler Jako ist bei der WM dabei. Vorstand Tobias Röschl über das Turnier – und teure Trikots. Von Dominik Bath, Redakteur Politik & Wirtschaft

15.06.2026, 21:00 Uhr

Das Team der irakischen Fußballmannschaft läuft bei der Weltmeisterschaft in Trikots des deutschen Ausrüsters Jako auf. Vorstand Tobias Röschl erklärt den Deal. © Fernando Llano/AP/dpa | Fernando Llano

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Jako-Chef rechtfertigt Preis von 100 Euro für WM-Trikots

Der Vorstand des deutschen Sportartikelherstellers Jako, Tobias Röschl, hat die Preise für die Trikots der irakischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft verteidigt. Die Trikots kosten rund 100 Euro – ein Preis, der nach Ansicht von Röschl gerechtfertigt ist. „Wir bieten ein hochwertiges Produkt, das den Anforderungen des Profifußballs gerecht wird. Die Materialien und die Verarbeitung entsprechen höchsten Standards“, sagte Röschl der Deutschen Presse-Agentur.

Jako ist als Ausrüster der irakischen Nationalmannschaft bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko vertreten. Der Mittelständler aus dem baden-württembergischen Hollenbach tritt damit in Konkurrenz zu Branchenriesen wie Adidas und Puma. „Es ist eine große Chance für uns, uns auf der Weltbühne zu präsentieren“, betonte Röschl. Der Deal mit dem Irak sei strategisch wichtig, um die Marke international bekannt zu machen.

Die Preisgestaltung sorgte jedoch für Diskussionen. Während große Hersteller oft günstigere Trikots anbieten, liegt Jako mit 100 Euro im oberen Segment. Röschl erklärte, dass die Kosten für Entwicklung, Produktion und Logistik diesen Preis rechtfertigen. Zudem profitiere die irakische Mannschaft von einer engen Zusammenarbeit. „Wir unterstützen das Team nicht nur mit Trikots, sondern auch mit Trainingskleidung und Ausrüstung“, so der Vorstand.

Die WM-Trikots von Jako sind ab sofort im Handel erhältlich. Der Hersteller hofft, durch die Präsenz bei dem Turnier neue Märkte zu erschließen. „Unser Ziel ist es, langfristig im internationalen Fußballgeschäft Fuß zu fassen“, sagte Röschl. Die Kritik an den Preisen sieht er gelassen: „Jeder Kunde kann selbst entscheiden, ob ihm das Produkt den Preis wert ist.“

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