Julian Nagelsmann muss bei seinen Rotations-Überlegungen für das letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador keine Rücksicht auf drohende Sperren nehmen. Die von ihm bisher eingesetzten 18 Spieler blieben gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) ohne Verwarnung. Sie würden somit auch bei einer Gelben Karte am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in der folgenden Zwischenrunde nicht zuschauen müssen.
Neue FIFA-Regel für Gelb-Sperren
Die FIFA hatte für die XXL-WM mit erstmals 48 Mannschaften die Regularien für Gelb-Sperren verändert. So werden jetzt nach dem dritten Gruppenspiel und nach dem Viertelfinale einzelne Verwarnungen aus dem persönlichen Sündenregister gestrichen. Damit wurde dem Fakt Rechnung getragen, dass die Teams in der K.-o.-Runde ein Spiel mehr bestreiten als bisher.
Gültigkeit behalten natürlich Gelb-Rote und Rote Karten, die zu einer Sperre im nächsten Spiel führen. Bei direkten Platzverweisen folgen möglicherweise sogar längere Auszeiten. Einmal aussetzen muss ein Spieler erst nach der zweiten Gelben Karte. Da noch kein DFB-Spieler Gelb sah, ist eine Sperre frühestens beim Erreichen des Viertelfinales möglich, nämlich wenn ein Akteur in der Zwischenrunde und im Achtelfinale verwarnt wird. Eine Gelbe Karte gegen Ecuador würde sofort wieder aus der Wertung entfallen.
Nagelsmanns Rotationspläne
Da die Fußball-Nationalmannschaft bereits als Gruppensieger feststeht, erwägt Nagelsmann personelle Veränderungen in seiner Startelf zur Schonung der Stammkräfte. Praktisch ausgeschlossen ist ein Einsatz von Nico Schlotterbeck gegen Ecuador. Der Dortmunder Innenverteidiger hatte sich gegen die Elfenbeinküste eine Bänderverletzung am linken Fuß zugezogen. Die genaue Diagnose ist noch nicht veröffentlicht, doch der Dortmunder dürfte zumindest vorerst nicht mitwirken können.
Unabhängig davon wird weiterhin spekuliert, welche personellen Veränderungen Nagelsmann vornehmen wird. Die besonders heiß diskutierte Frage ist, ob der bisher dreifache WM-Torschütze Deniz Undav seinen Status als Joker ablegt und in die Startelf rückt. Sechs Feldspieler im Aufgebot warten weiter auf ihre ersten WM-Minuten in Amerika: Malick Thiaw, Angelo Stiller, Pascal Groß, Maximilian Beier, Nick Woltemade und Assan Ouedraogo.



