Kleindiensts Comeback: „Dafür habe ich monatelang gearbeitet!“
Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim steht Gladbach-Kapitän Tim Kleindienst (30) nach einer persönlichen Seuchen-Saison und monatelanger Reha vor seinem Bundesliga-Comeback (BILD berichtete). Auf Borussias Homepage hat der Nationalstürmer in einem Interview nun erstmals über seine Leidenszeit gesprochen.
Die schwere Knieverletzung, die insgesamt zwei Operationen zur Folge hatte, zog sich Kleindienst vor fast exakt einem Jahr zu. Der Fohlen-Stürmer darüber, was in dieser Zeit für ihn im Mittelpunkt stand: „Eigentlich nur das: harte Arbeit. Kondition ist dabei fast noch das Einfachste. Gerade die Kraft musst du dir nach so einer Verletzung komplett wieder erarbeiten. Dazu kommt die mentale Seite. Es gibt Phasen, da kommst du einfach nicht vorwärts. Damit musst du umgehen können. Umso schöner wäre es jetzt natürlich, wenn diese schwierige Reha-Zeit mit dem Comeback ein positives Ende findet.“
Umso glücklicher ist Kleindienst, dass sich der Kreis nun am Samstag wohl schließen wird: „Es ist wirklich verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass die Verletzung jetzt fast genau ein Jahr her ist. Wenn man so lange raus ist, fühlt sich das manchmal endlos an. Aber solche Phasen gehören leider manchmal zum Fußball dazu. Umso schöner ist es jetzt, wieder an diesem Punkt zu sein. Die vergangenen Wochen liefen sehr gut, ich konnte die Belastung Schritt für Schritt steigern. Deshalb bin ich sehr optimistisch, dass gegen Hoffenheim ein paar Minuten drin sein können. Allein die Aussicht darauf bedeutet mir nach dieser langen Zeit schon extrem viel.“
„Ich fühle mich wieder bereit“
Kleindienst verrät auch, was ihm ein Bundesliga-Comeback im Gladbach-Trikot am Samstag bedeuten würde: „Extrem viel. Das wäre einfach der Lohn für die vergangenen Monate. Ich hatte die ganze Zeit über das klare Ziel, in dieser Saison noch einmal auf dem Platz zu stehen und vor der Sommerpause wieder so weit zu sein. Dafür habe ich monatelang gearbeitet und sehr viel investiert. Natürlich gab es zwischendurch auch Momente, in denen ich gedacht habe, dass es vielleicht doch länger dauern könnte. Aber man macht sich immer bewusst, wofür man das alles macht. Umso schöner ist es jetzt, wieder sagen zu können, dass ich mich bereit fühle. Ich freue mich einfach darauf, wieder unten im Stadion bei der Mannschaft zu sein und nicht auf der Tribüne sitzen zu müssen.“



