Jürgen Klinsmann (61) traut der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 das Erreichen des Endspiels zu. Der Weltmeister von 1990, der die DFB-Auswahl bei der Heim-WM 2006 betreute, äußerte sich am Rande einer Veranstaltung im „German House of Soccer“ in New York optimistisch über die Chancen des Teams. Vor dem letzten Vorrundenspiel am Donnerstag (22.00 MESZ) in New Jersey gegen Ecuador sprach er über die Mannschaft, die Fans und den Turnierverlauf.
Undav-Debatte: Win-win-Situation für den Trainer
Auf die Diskussionen, ob Deniz Undav (29) gegen Ecuador von Anfang an spielen soll, antwortete Klinsmann gelassen: „Es ist doch ganz normal, dass Deniz hungrig ist, dass er anfangen will. Aber der Trainer entscheidet. Das Allerwichtigste ist: Wir können Leute von der Bank bringen, die ein Spiel drehen, wie Deniz das gegen die Elfenbeinküste getan hat. Also: Es ist eine Win-win-Situation.“
Lob für Teamgeist und Fan-Unterstützung
Klinsmann zeigte sich begeistert von den bisherigen Auftritten der Mannschaft: „Ich bin wirklich happy mit der Mannschaft. Ich bin happy auch mit den Fans, die zahlreich in die USA kamen, um die Mannschaft zu unterstützen. Das haben wir in Katar und auch in Russland (dort fanden die vergangenen zwei WM-Turniere statt; d. Red.) nicht gesehen. Die Unterstützung ist ganz wichtig für die Mannschaft.“
Er ergänzte: „Von außen betrachtet, scheint eine gute Kameradschaft da zu sein, die Jungs kommen gut miteinander aus, die haben eine gute Stimmung, die haben Lust auf Fußball. Und wenn sie die Lust beibehalten, dann können sie auch weit kommen.“
Finaleinzug: Klinsmann prophezeit Elfmeterschießen
Über ein mögliches WM-Finale mit deutscher Beteiligung sagte Klinsmann: „Ich schätze mal, da werden bis zum Endspiel, wenn wir da hinkommen, mit Sicherheit zwei Elfmeterschießen mit dabei sein. Also, es wird richtig spannend. Aber ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu.“
Ecuador stärker als erwartet
Den nächsten Gegner Ecuador schätzt Klinsmann stärker ein als dessen bisherige Ergebnisse: „Ecuador hat sich unter Wert verkauft. In beiden Spielen haben sie gut gespielt (0:1 gegen die Elfenbeinküste, 0:0 gegen Curaçao; d. Red.).“
Turnierverlauf: Gastgeber und Favoriten überzeugen
Klinsmann zog ein positives Fazit des bisherigen Turnierverlaufs: „Es ist bis jetzt eine tolle WM. Ich finde es klasse, dass die Gastgeberländer richtig gut drauf sind: also Kanada, Mexiko und die USA. Das hilft dem Turnier ungemein.“
Er fügte hinzu: „Genauso, dass die sogenannten Favoriten – also die fünf, sechs Europäer und zwei Südamerikaner – präsent sind.“ Zu den Favoriten zählt er Frankreich, Spanien, Portugal, England, die Niederlande, Argentinien, Brasilien – und Deutschland.



