Nach Kölns Schwach-Pleite: Kurios! Frust-Kwasniok spricht von Dortmund-Sieg
Der Druck wird immer größer für Köln-Trainer Lukas Kwasniok (44). Nach einer enttäuschenden 0:2-Niederlage bei Augsburg steht der 1. FC Köln weiterhin tief im Abstiegskampf der Bundesliga. Die Situation spitzt sich zu, während die kommenden Gegner an Qualität gewinnen. Nächste Woche empfängt Köln Borussia Dortmund im heimischen Stadion – und ausgerechnet gegen den Top-Klub soll die ersehnte Wende kommen.
Kwasniok: „Wir sind natürlich bedient“
Die Enttäuschung war Kölns Trainer nach dem Spiel in Augsburg deutlich anzumerken. „Wir sind natürlich bedient. Wir haben ein wichtiges Spiel verloren“, gab Kwasniok offen zu. „Das Spiel war kein Zuckerschlecken für die Zuschauer.“ Die Zahlen des FC sprechen eine deutliche Sprache: Aus den letzten 15 Bundesligaspielen holte Köln lediglich zwei Siege. Dennoch blickt der Trainer mit ungewöhnlichem Optimismus auf das bevorstehende Duell mit Dortmund.
Der Samstagabend-Fluch
„Die Situation ist herausfordernd“, räumt Kwasniok ein, „wir gucken, dass wir uns jetzt schütteln und trotzdem nächste Woche natürlich gegen Dortmund unseren ersten Sieg an einem Samstagabend einfahren. Der Auftrag ist ganz klar: Fluch brechen!“ Tatsächlich wartet Köln in dieser Saison noch auf einen Sieg in einem Top-Spiel am Samstagabend. Nach der schwachen Leistung in Augsburg erscheint ein Erfolg gegen den BVB jedoch kaum vorstellbar.
Doch Kwasniok bleibt unbeirrt: „Die Tatsache, dass wir mit 24 Punkten über dem Strich stehen, zeigt, dass nicht alles bodenlos ist. Ganz im Gegenteil: Wir sind komplett in der Verlosung dabei.“ Der Trainer rechnet vor: „Am Ende wirst du 35 Punkte brauchen. Da hilft es, wenn du Spiele gewinnst.“
Realistischer Blick auf den Abstiegskampf
Zur brisanten Lage im Kampf um den Klassenerhalt sagt der 44-Jährige: „Ich war mir im Klaren, dass es um den Klassenerhalt gehen wird. Zu Beginn haben wir überperformt, Spiele gewonnen, die uns jetzt die Möglichkeit geben, über dem Strich zu stehen.“ Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, die Augen offen zu halten: „Wir sind keine Menschen, die mit geschlossenen Augen durchs Leben laufen. Wir haben die Augen offen und wissen, dass wir in der Zukunft Spiele gewinnen müssen. Diese Überzeugung trage ich in mir, die habe ich auch der Mannschaft mitgeteilt.“
Augsburg als Vorbild
Als ermutigendes Beispiel nennt Kwasniok ausgerechnet den jüngsten Gegner: „Augsburg stand vor vier, fünf oder sechs Wochen auch anders da. Die haben von den letzten sechs Spielen fünf gewonnen. Zum damaligen Zeitpunkt hat auch niemand daran geglaubt, dass das passiert. Aber genau das ist die Kunst.“ Diese Entwicklung zeigt dem Köln-Trainer, dass auch scheinbar aussichtslose Situationen noch gewendet werden können.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des 1. FC Köln in der Bundesliga. Mit nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen und dem bevorstehenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund steht das Team vor einer enormen Herausforderung. Ob Kwasnioks optimistische Haltung sich als berechtigt erweisen wird oder ob der Abstiegskampf noch härter wird, bleibt abzuwarten.



