Polizei kesselt Köln-Ultras auf Raststätte ein: Betretungsverbot für Baden-Württemberg
Köln-Ultras: Polizei-Einkesselung auf Raststätte

Großeinsatz gegen Köln-Ultras: Polizei kesselt Busse auf Raststätte ein

Ein massiver Polizeieinsatz hat am Samstag die Anreise von Köln-Ultras zum Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (18.30 Uhr) vereitelt. Mehrere Busse mit aktiven Anhängern des 1. FC Köln wurden auf einer Raststätte an der Autobahn 3 bei Siegburg von einem Großaufgebot der Polizei eingekesselt und anschließend mit einem Betretungsverbot für das Bundesland Baden-Württemberg belegt.

Raststätte abgeriegelt: Busse umstellt und Fans festgesetzt

Nach Informationen verschiedener Fußballportale, darunter dem bekannten „Geissblog“, riegelte die Polizei die Ein- und Ausfahrten des Rasthofs komplett ab. Augenzeugen berichteten von zahlreichen Einsatzfahrzeugen, die die Busse umstellten und die FC-Anhänger vorübergehend festsetzten. Der Hintergrund für diese drastische Maßnahme: Kurz zuvor hatten sich an derselben Raststätte Fans von Borussia Mönchengladbach aufgehalten, die ebenfalls mit mehreren Bussen zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt unterwegs waren.

Die Behörden befürchteten offenbar ein mögliches Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fanlager, obwohl die Gladbacher Berichten zufolge bereits weitergefahren waren, als die Kölner eintrafen. Trotzdem griff die Polizei durch und setzte die Maßnahmen konsequent um.

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Betretungsverbot für Stuttgart: Fans müssen umkehren

Nach einer Durchsuchung der FC-Fans sprach das Land Baden-Württemberg ein offizielles Betretungsverbot für die Stadt Stuttgart aus. Eine körperliche Konfrontation zwischen Polizei und Anhängern habe es nach ersten Informationen nicht gegeben. Stattdessen drehten die Busse um und steuerten ersatzweise das Spiel der Kölner U21 gegen die Sportfreunde Lotte an.

Zu Beginn des Regionalliga-Spiels waren die Ränge noch leer, doch nach etwa 20 Minuten tauchte das Banner der Wilden Horde auf der Haupttribüne auf. Kurz darauf setzte der Support für die Nachwuchs-Elf ein, während die eigentliche Profi-Mannschaft in Stuttgart ohne ihre aktive Fanszene antreten musste.

Besonders bitter für die Fans

Vom 1. FC Köln gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme zu den Vorfällen. Die Situation war für viele Fans besonders frustrierend, da der FC-Fanservice erst vor wenigen Tagen von einer Anreise mit der Deutschen Bahn abgeraten hatte. Grund war, dass eine Rückfahrt nach dem Abendspiel in Stuttgart kaum noch am selben Tag möglich gewesen wäre. Viele Anhänger hatten sich daher bewusst für die Busreise entschieden, die nun durch den Polizeieinsatz vereitelt wurde.

Der Vorfall zeigt erneut die strengen Sicherheitsmaßnahmen bei Fußballspielen und die Herausforderungen für aktive Fanszenen bei Auswärtsreisen. Die Polizei begründete ihr Vorgehen mit der Gefahrenabwehr und der Vermeidung möglicher Konflikte zwischen verfeindeten Fangruppen.

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