Nach schwachem Auftritt in Berlin: Klose stellt sich hinter Nürnbergs Youngster
Bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Nürnberg in Berlin offenbarte der junge Abwehrspieler Justin von der Hitz einige deutliche Schwächen in seinem Defensivverhalten. Der 19-Jährige wurde deshalb bereits zur Halbzeit ausgewechselt, obwohl ihm kurz zuvor noch die wichtige Vorarbeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Tom Baack gelungen war.
Trainer verteidigt sein Talent
Trainer Miroslav Klose zeigte sich nach dem Spiel gelassen und verteidigte seinen Youngster entschieden. „Manchmal hat er falsche Entscheidungen getroffen, manchmal hat er zu spät attackiert“, analysierte der 47-jährige Trainer die Leistung seines Rechtsverteidigers. Bei jungen Talenten nehme er solche Leistungsschwankungen bewusst in Kauf.
Klose stellte sich in seiner Pressekonferenz ausdrücklich vor seinen Spieler: „Auf meine Spieler lasse ich nichts kommen. Er hat jetzt sein drittes Spiel von Anfang an gemacht. Er ist jetzt ein halbes Jahr bei uns und macht die ersten Spiele. Das ist für mich völlig normal.“
Der Trainer betonte dabei den Lernprozess: „Nur wenn du Fehler machst, dann lernst du und machst es das nächste Mal besser. Und ich als Trainer vergesse auch nicht, was die Jungs auch schon gut gemacht haben.“
Ungewisse Aufstellung gegen Düsseldorf
Ob von der Hitz am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf die Chance erhält, seine Lernerfahrungen umzusetzen, ließ Klose noch offen. Mit dem zurückkehrenden Henri Koudossou steht neben Tim Janisch eine weitere Alternative für die Position des Rechtsverteidigers zur Verfügung.
Zur möglichen Aufstellung sagte Klose nur: „Wir wissen es noch nicht. Es kann alles passieren.“ Die Entscheidung wird besonders spannend, da von der Hitz trotz seiner Schwächen in Berlin mit seiner Vorarbeit zum Ausgleichstor einen wichtigen Offensivbeitrag leistete.
Der 1. FC Nürnberg muss nun in der kommenden Partie gegen Düsseldorf zeigen, ob die defensive Stabilisierung gelingt und wie der Trainer mit seinem jungen Talent umgeht, das trotz erkennbarer Defizite das Vertrauen der Trainingsleitung genießt.



