Kniat sieht Rot nach 11 gegen Bochum: Ist 'geisteskrank' kein normaler Umgangston?
Kniat sieht Rot nach 11 gegen Bochum: Ist 'geisteskrank' kein normaler Umgangston?

Nicht schlecht staunte Michél Kniat, Trainer und bis dato Retter des Deutschen Sportclubs Arminia Bielefeld, als ihm Schiedsrichter Tobias Stieler am Samstag nach Schluss der Partie gegen Bochum die Rote Karte zeigte. Kniats Augen richteten sich nach oben, sahen die Karte, die Synapsen übertrugen das durch die Farbe gekennzeichnete Signal, und im Körper des Mannes breitete sich die Reaktion aus: Wirkungstreffer.

Er habe doch lediglich die Entscheidung Stielers, die letzte Aktion abzupfeifen, 'geisteskrank' genannt: 'Es ist halt mein Umgangston.' Nun leide er 'brutal'. Nicht schlecht also darf angesichts so viel fragiler Männlichkeit staunen, wer nun erfährt, dass es Kniats erste Rote Karte als Trainer war.

Vor dem letzten Gruppenspieltag zeigt sich die gravierende Dysbalance des neuen WM-Formats: Es gibt mehr als eine Möglichkeit einer Neuauflage der 'Schande von Gijón'. Der Kampf um die letzten Plätze in der K.-o.-Phase beginnt. Während zwei Mitgastgeber ziemlich sicher für das Sechzehntelfinale planen dürfen, darf Schottland hoffen – und Bosnien-Hercegovina muss zittern.

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