Leon Goretzka musste das Champions-League-Aus des FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain von der Bank aus verfolgen. Trainer Vincent Kompany äußerte sich nun im Rahmen einer Pressekonferenz zu seiner Entscheidung, den 31-jährigen Mittelfeldspieler nicht von Beginn an einzusetzen.
Kompany: „Man muss Entscheidungen treffen“
Vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg am Samstag (ab 18:30 Uhr im LIVETICKER) wurde Kompany auf die Nichtberücksichtigung von Goretzka angesprochen. „Weil man als Trainer Entscheidungen treffen muss. Manchmal hat man das Gefühl, dass es so klappt oder anders, mehr nicht“, erklärte der Bayern-Coach seine Beweggründe.
Gegen PSG hatte Kompany nur vier seiner fünf Wechseloptionen genutzt und mit Nicolas Jackson sowie dem genesenen Lennart Karl zwei offensive Spieler gebracht. Goretzka blieb auf der Bank, obwohl er zuvor mit einem Doppelpack beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim starke Eigenwerbung betrieben hatte. Mario Basler hatte daraufhin sogar einen Startelf-Platz für ihn gefordert.
Wertschätzung für Goretzka
Trotz der Ausbootung betonte Kompany seine hohe Wertschätzung für Goretzka. „Leon war immer ein wichtiger Spieler bei Bayern und hat immer wieder gezeigt, was es heißt, ein absoluter Profi zu sein und zu kämpfen“, sagte er. „Auch, als keiner mehr an ihn geglaubt hat, hat er selbst immer an sich geglaubt.“ Diese Mentalität sei eine „tolle Geschichte für den Kader“.
Kompany ist überzeugt, dass Goretzka in den letzten Saisonspielen „noch wichtig werden kann“ und es für ihn zum Schluss „emotional“ werde.
Noch drei Spiele für Bayern
Für Goretzka stehen im Bayern-Trikot noch maximal drei Einsätze an. Zunächst geht es am Samstag nach Wolfsburg, dann folgt am 16. Mai das letzte Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Eine Woche später könnte er im Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart einen weiteren Titel gewinnen.
Nach seinem Vertragsende im Sommer steht für Goretzka wohl das erste Auslandsabenteuer seiner Karriere an. Laut ESPN steht ein Deal mit dem AC Mailand kurz vor dem Abschluss.



