Vor Topspiel gegen Jena: Große Kontroverse um umstrittenes Siegtor von Lok Leipzig
Es ist angerichtet für das absolute Topspiel der Regionalliga Nordost. Lok Leipzig, der unangefochtene Tabellenführer, empfängt am Sonntag den direkten Verfolger Carl Zeiss Jena. Um 14 Uhr wird dieser hochbrisante Kracher angepfiffen. Nach dem knappen 1:0-Erfolg in Meuselwitz geht die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz mit einem komfortablen Vorsprung von zehn Punkten in diese entscheidende Partie. Doch um jenes entscheidende Siegtor gibt es nun erheblichen Wirbel und kontroverse Diskussionen.
Schiedsrichterentscheidung sorgt für Aufregung
Schiedsrichter Rasmus Jessen aus Berlin entschied in der 24. Spielminute auf Eckball für Lok Leipzig. Stefan Maderer, der in dieser Saison bereits elf Tore erzielt hat, verwandelte nach dieser umstrittenen Ecke von Pasqual Verkamp mit dem Kopf zum goldenen Treffer. Kurz zuvor hatte der Stürmer bereits nach einer anderen Ecke die Oberkante der Latte getroffen. Aus Sicht vieler Experten hätte es jedoch eigentlich Abstoß geben müssen, nicht erneut Eckball.
Dieses Glück für Lok Leipzig bedeutet gleichzeitig großes Pech für den ZFC Meuselwitz. Trainer Georg-Martin Leopold zeigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz sichtlich frustriert: „Ich bin extrem enttäuscht über das Endergebnis. Aus meiner klaren Sicht hätte es heute nicht den Sieger Lok Leipzig geben müssen oder dürfen. Der Eckball, der zum entscheidenden Tor führt, ist definitiv kein Eckball. Das ist eindeutig ein Abstoß. Das macht die Niederlage umso bitterer. Wir müssen das sportlich akzeptieren, aber im Moment fällt mir das noch sehr schwer.“
Maderer sieht ausgleichende Gerechtigkeit
Torjäger Stefan Maderer sah die Situation bei Ostsport-TV naturgemäß deutlich entspannter: „Wir haben in den letzten drei Spielen drei oder vier wichtige Eckballtore erzielt. Weil solche Standardsituationen oft Spiele entscheiden können, trainieren wir das jede Woche besonders intensiv. Vielleicht hatte ich diesmal Glück, dass diese spezielle Ecke gezählt hat. Allerdings wurde mir letzte Woche gegen Luckenwalde ein Tor nach einer Ecke aberkannt, obwohl meiner Meinung nach kein Foul vorlag. Deswegen empfinde ich dies als eine Art ausgleichende Gerechtigkeit.“
Die Mannschaft von Lok Leipzig bereitet sich nun mit Hochdruck auf das entscheidende Topspiel gegen Carl Zeiss Jena vor. Mit zehn Punkten Vorsprung könnte ein Sieg am Sonntag die Meisterschaftsentscheidung maßgeblich vorantreiben. Doch die Kontroverse um das umstrittene Siegtor wird sicherlich noch lange Gesprächsthema bleiben und die Stimmung vor diesem wichtigen Aufeinandertreffen zusätzlich anheizen.



