BVB-Trainer Kovac wehrt sich gegen Spekulationen nach Treffen mit Frankfurt-Vorstand
Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovac hat auf der Pressekonferenz des BVB am Donnerstagmittag deutlich Stellung zu den jüngsten Meldungen um sein Abendessen mit Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche bezogen. Der 54-jährige Trainer zeigte sich verärgert über die Berichterstattung und wies Gerüchte über eine mögliche gemeinsame Zukunft beim BVB entschieden zurück.
Kovac kritisiert "Stalking" und "weit hergeholte Fantasien"
"Es ist ziemlich merkwürdig, wenn ich eingeladen werde vom Ehrenpräsidenten der SGE zum Geburtstag, dass ich hier gestalkt werde, dass ich verfolgt werde. Das ist das Erste", erklärte Kovac mit deutlichen Worten. Der BVB-Coach bezog sich dabei auf seinen Besuch in Frankfurt anlässlich des 70. Geburtstags von Eintracht-Legende und Ex-Präsident Peter Fischer.
Das Zweite, so Kovac weiter: "Wenn ich mich mit Jan Martin Strasheim treffe und dann Essen habe und dann by the way auch noch Krösche da ist, heißt das nicht, dass wir irgendwas ... Weit hergeholt. Also diese Fantasie hätte ich gerne." Strasheim ist Direktor für Kommunikation und Marke bei Eintracht Frankfurt und mit Kovac seit ihrer gemeinsamen Zeit bei den Hessen befreundet.
Private Zusammenkunft ohne berufliche Agenda
Das Abendessen fand am Dienstag in Frankfurt statt, ursprünglich waren nur Strasheim und Kovac verabredet. Markus Krösche leistete den beiden spontan Gesellschaft. Nach Informationen von SPORT1 ging es in den Gesprächen zwischen Kovac und Krösche jedoch nicht um berufliche Themen oder eine mögliche gemeinsame Zukunft beim BVB, sondern ausschließlich um private Angelegenheiten.
Kovac betonte den freundschaftlichen Charakter des Treffens und verwies auf seine langjährige Verbindung zu Frankfurt, wo er von 2016 bis 2018 als Trainer tätig war. Die Spekulationen über ein mögliches Engagement von Krösche beim BVB seien daher völlig aus der Luft gegriffen und würden die private Natur des Zusammentreffens ignorieren.
Hintergrund der Gerüchte
Die Meldungen über das Abendessen hatten in der Bundesliga für Aufsehen gesorgt, da sowohl Kovac als auch Krösche als einflussreiche Persönlichkeiten im deutschen Fußball gelten. Krösche gilt als einer der erfolgreichsten Sportvorstände der Liga und wird immer wieder mit Wechseln in Verbindung gebracht.
Der BVB-Coach nutzte die Pressekonferenz jedoch klar, um solche Spekulationen zu entkräften und machte deutlich, dass er sich in seiner Privatsphäre verletzt fühlt. Die Situation zeigt einmal mehr den hohen Druck und die intensive Beobachtung, der Bundesliga-Trainer und -Funktionäre ausgesetzt sind.



