Kramer findet Halbzeit-Interviews „katastrophal“
TV-Experte Christoph Kramer hat die neuen Halbzeit-Interviews bei der Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Der Weltmeister von 2014 bezeichnete sie im ZDF als „katastrophal“ und erklärte, warum sie den Spielern sogar schaden könnten.
Auf die Frage von ZDF-Moderator Jochen Breyer, wie Per Mertesacker und er die Interviews fänden, antwortete Kramer: „Katastrophal.“ Mertesacker ergänzte lediglich: „Schwierig.“ Hintergrund war ein Interview mit Brasiliens Kapitän Marquinhos während der Halbzeitpause im Spiel gegen Marokko (1:1). Marquinhos hatte laut Übersetzer unter anderem gesagt: „Wir schauen einfach, wie es weitergeht.“
Kramer führte weiter aus: „Das geht wirklich nicht. Weil du bist schon in einem Fokus. Und du nimmst auch jedem Spieler dann ja drei Minuten.“ Er betonte: „Du nimmst Marquinhos drei Minuten von einer echt wichtigen Halbzeit.“ Zudem komme bei solchen Gesprächen „ja auch nix Vernünftiges bei herum. Also was willst du da sagen?“ Die Antworten von Marquinhos seien „nullachtfünfzehn“ gewesen.
Die Kritik des 33-Jährigen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die FIFA neue Formate für die Berichterstattung bei der WM in Katar eingeführt hat. Neben den Halbzeit-Interviews gibt es auch längere Pressekonferenzen und mehr Zugang zu den Spielern. Ob die Interviews beibehalten werden, bleibt abzuwarten.



