Familien-Diskussion im Fußball: Felix Kroos sieht Guardiolas Ära bei Manchester City enden
Die Ära von Pep Guardiola bei Manchester City könnte ihrem Ende entgegengehen – zumindest sieht das der ehemalige Profifußballer und aktuelle TV-Experte Felix Kroos so. Der 35-Jährige äußerte im gemeinsamen Podcast „Einfach mal Luppen“ mit seinem Bruder Toni deutliche Kritik an der aktuellen Entwicklung unter dem spanischen Trainer.
„Da kommt irgendwie nichts mehr rüber“ – Kroos beobachtet Veränderungen
„Ich erlebe Pep auch ganz anders“, erklärt Felix Kroos in der aktuellen Podcast-Folge. „Der ist da draußen und lässt das so über sich ergehen. Früher ist er da ja wirklich hin und her und hat herumgefuchtelt und hat sonst welche Anweisungen gegeben.“ Der Experte beschreibt einen deutlichen Kontrast zu früheren Jahren: „Da kommt irgendwie auch nichts mehr rüber. Das ist immer leicht vom Bildschirm aus gesagt. Aber das wirkte auch schon mal anders.“
Die jüngste 0:3-Niederlage im Champions-League-Achtelfinale gegen Real Madrid vergangenen Mittwoch scheint diese Einschätzung zu untermauern. Das frühe Aus in der Königsklasse droht, und Kroos sieht ein größeres Problem: „Irgendwie liegt da so eine Schwere und so ein Schatten über City, dass da so eine Ära zu Ende geht. Ich glaube auch, dass diese Pep-Ära irgendwie vorbeigeht.“
Bruder Toni widerspricht teilweise – Vertrauen in Guardiolas Fähigkeiten
Sein Bruder Toni Kroos, ehemaliger Profi bei Real Madrid und Bayern München, kann diese radikale Einschätzung nicht vollständig teilen. „Aus dem Spiel das große Ganze draus zu machen, weiß ich nicht“, gibt der 34-Jährige zu bedenken. Er verweist auf die veränderten Rahmenbedingungen: „Pep ist da natürlich auch eine andere City-Mannschaft gewohnt, aus den vielen Jahren, die er da ist.“
Der Familienvater zeigt sich überzeugt von Guardiolas Fähigkeiten, auch schwierige Phasen zu meistern: „So einen Umbruch über Jahre hinaus erfolgreich zu gestalten, kann auch eine Motivation sein. Ich glaube, dass er selbst entscheidet, was er wann machen möchte.“ Toni Kroos traut dem Trainer zu, bei Manchester City eine neue Erfolgsgeschichte einzuleiten und eine frische Ära zu prägen.
Expertise der Kroos-Brüder wird geschätzt
Die Analyse der beiden Brüder findet in der Fußball-Branche Gehör. Erst kürzlich wies Toni Kroos auf die Standardschwäche seines ehemaligen Vereins Bayern München hin – eine Kritik, die sogar von Cheftrainer Vincent Kompany anerkannt wurde. Der 39-Jährige Trainer gab zu: „Dass wir da nicht perfekt sind, das ist Fakt. Wir versuchen jeden Tag an einer besseren Version des FC Bayern zu arbeiten.“
Die Diskussion zwischen den Kroos-Brüdern zeigt, wie unterschiedlich selbst Experten die aktuelle Situation bei Manchester City bewerten. Während Felix einen klaren Niedergang der Guardiola-Ära erkennt, sieht Toni vor allem eine natürliche Entwicklungsphase, die der erfahrene Trainer meistern kann. Die kommenden Wochen werden zeigen, wer mit seiner Einschätzung recht behalten wird.



