Toni Kroos fordert Bundesliga-Playoffs nach NBA-Vorbild für mehr Spannung
Kroos will Bundesliga-Playoffs nach NBA-Vorbild einführen

Toni Kroos fordert radikale Reform: Bundesliga soll Playoffs nach NBA-Vorbild einführen

Der ehemalige Fußballprofi Toni Kroos hat eine kontroverse Idee zur Belebung der Bundesliga vorgestellt. Der 36-jährige Weltmeister von 2014 wünscht sich ein Playoff-System nach dem Vorbild der nordamerikanischen NBA, um das Meisterschaftsrennen spannender zu gestalten. In der aktuellen Saison dominiert der FC Bayern München erneut das Geschehen, trotz einer kleinen Schwächephase beträgt der Vorsprung auf Borussia Dortmund sechs Punkte.

„Mir geht es um Spannung für die Fans“

In seinem gemeinsam mit Bruder Felix betriebenen Podcast „Einfach mal Luppen“ äußerte Kroos deutliche Kritik am aktuellen Ligasystem. „Mir geht es nicht nur um Entertainment, sondern auch um Spannung für die Fans“, betonte der ehemalige Spielmacher von Real Madrid. Kroos weiter: „Was ich auch als Spieler cool gefunden hätte, sind Playoffs am Ende der Saison.“

Sein konkretes Modell sieht vor, dass die besten acht Mannschaften nach der regulären Saison in ein K.o.-System einsteigen. „Der Erste spielt gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten und so weiter“, erläuterte Kroos. Daraus würden sich dann Halbfinale und ein großes Finale ergeben, das die manchmal zähe Liga-Phase aufwerten würde.

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Kürzere Liga-Phase als Lösung für überfüllten Kalender

Ein häufiger Einwand gegen solche Playoffs ist der bereits jetzt übervolle Spielplan im Fußball. Kroos hat dafür eine pragmatische Lösung parat: „Dann mach die Liga-Phase kürzer“, schlägt der Familienvater vor. Entweder durch weniger Teams oder indem nicht mehr jeder gegen jeden antreten müsse.

Kroos begründet seinen Vorschlag mit den Präferenzen der Fußballfans: „Als Fan guckst du doch lieber ein Viertel-, Halb- und Finale in der Champions League als dann noch den 25., 26. oder 30. Liga-Spieltag, wenn ein Team schon zwölf Punkte vorn oder hinten ist.“ Die Integration von K.o.-Spielen würde seiner Meinung nach einen „Meister schaffen, der auch wirklich ein Meister ist“.

Bruder Felix widerspricht: Traditioneller Meister verdient Anerkennung

Während Toni Kroos von der Idee begeistert ist, äußerte sein Bruder Felix, selbst Ex-Profi und TV-Experte, Bedenken. „Spannend wäre es vielleicht“, räumte er ein, fügte aber kritisch hinzu: „Aber ich sage trotzdem: verdient ist es schon für denjenigen, der nach 34 Spieltagen oben steht.“

Toni Kroos blieb bei seiner Überzeugung und verwies auf seine eigene Spielerbiografie: „Ich habe K.o.-Spiele geliebt“, bekannte der ehemalige Mittelfeldregisseur. Die Diskussion über eine mögliche Reform der Bundesliga-Struktur dürfte durch die Äußerungen des prominenten Ex-Profis neuen Schwung erhalten haben, besonders vor dem Hintergrund der anhaltenden Dominanz des FC Bayern München im deutschen Fußball.

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