Laporta wehrt sich gegen Xavis Vorwürfe
Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat auf die scharfe Kritik des ehemaligen Spielers und Trainers Xavi Hernández reagiert – und dabei deutliche Worte gefunden. „Ich war überrascht. Es hat mir wehgetan“, erklärte Laporta öffentlich. Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten und fiel deutlich aus.
Der Vergleich mit Hansi Flick
Beim Lesen von Xavis Aussagen musste Laporta an den aktuellen Trainer Hansi Flick denken. „Für den Verein mussten sehr schwierige Entscheidungen getroffen werden. Ich habe getan, was ich tun musste“, betonte der Präsident. Dann folgte der brisante Vergleich: „Mit fast denselben Spielern hat Xavi verloren – und Flick gewinnt.“
Diese Aussage unterstreicht Laportas Überzeugung, dass der Trainerwechsel notwendig war. Xavi hatte den FC Barcelona von 2021 bis 2024 trainiert, bevor er von Hansi Flick abgelöst wurde.
Der Streit um Lionel Messis Rückkehr
Etwa eine Woche vor der anstehenden Präsidentschaftswahl bei den Katalanen hatte Xavi der Zeitung La Vanguardia ein ausführliches Interview gegeben. Darin behauptete der Weltmeister von 2010, dass Lionel Messi Anfang 2023 – nach seiner Zeit bei Paris Saint-Germain – kurz vor einer Rückkehr zum FC Barcelona gestanden habe.
Laut Xavi sei der fast schon sicher geglaubte Transfer am Ende von Laporta persönlich gestoppt worden. Der Präsident widerspricht dieser Darstellung entschieden. „2023 haben wir eine Vereinbarung vorbereitet und sie an Jorge Messi geschickt – das war Mitte März“, rechtfertigte sich Laporta.
Er fügte hinzu: „Im Mai kam Jorge dann zu mir nach Hause und sagte, dass es nicht funktionieren würde und dass Leo hier unter enormem Druck stehen würde. Sie hätten sich deshalb entschieden, lieber nach Miami zu gehen.“
Laporta übt scharfe Kritik an Xavi
Der Präsident ging in seiner Antwort noch weiter und warf Xavi vor, im Traineramt regelmäßig Unzufriedenheit gezeigt zu haben. „Xavi war unzufrieden mit dem Kader, mit den Schiedsrichtern“, so Laporta. Der 46-Jährige habe immer wieder verlangt, „wichtige Spieler auszutauschen, mit denen er nicht zurechtkam“.
Xavi stellt sich im Vorfeld der Präsidentschaftswahl offen gegen eine weitere Amtszeit Laportas und unterstützt öffentlich dessen Rivalen Víctor Font. Für Laporta ist deshalb klar: „Xavi wurde von Font benutzt. Das ist ein Stil, der mir nicht gefällt und den die Barcelona-Fans nicht mögen.“
Xavi widerspricht entschieden
Der frühere Mittelfeldstar ließ nicht lange auf eine Antwort warten. „Jeder weiß, wie sehr ich diesen Klub liebe“, betonte Xavi. „Die vom Verein verbreitete Geschichte ist völlig falsch – und ich habe das Bedürfnis, mich dazu zu äußern. Das beschäftigt mich schon lange, und ich musste es klarstellen.“
Der öffentliche Schlagabtausch zwischen Klub-Legende und Präsident sorgt für hitzige Diskussionen unter den Fans. Die anstehende Präsidentschaftswahl verspricht spannend zu werden, während sich der FC Barcelona sportlich unter Hansi Flick neu aufstellt.



