Bayer Leverkusen nach blassem 0:0: 'Komplette Kehrtwende' nötig für Champions League
Leverkusen fordert Kehrtwende nach schwachem Champions-League-Auftritt

Bayer Leverkusen nach blassem 0:0: 'Komplette Kehrtwende' nötig für Champions League

Nach dem unspektakulären Einzug ins Achtelfinale der Champions League mit einem dürftigen 0:0 gegen Olympiakos Piräus steht bei Bayer Leverkusen bereits der Wunschgegner für die nächste Runde fest. Die Mannschaft aus dem Rheinland braucht dringend eine Leistungssteigerung, um mit den europäischen Topteams mithalten zu können.

Wunschgegner Arsenal statt deutscher Duelle

Sportgeschäftsführer Simon Rolfes nannte klar den FC Arsenal als bevorzugten Gegner. "Ich würde ungern eine deutsche Mannschaft haben, damit vielleicht noch genug deutsche Mannschaften drinbleiben können", ergänzte Nationalspieler Robert Andrich diese Position. Auch Jonas Hofmann zeigte wenig Begeisterung für ein nationales Duell: "So früh wieder gegen eine deutsche Mannschaft zu spielen hat für mich nicht so diesen Champions League Charakter."

Am Freitag um die Mittagszeit wird das Los entscheiden, ob Bayer Leverkusen auf Bayern München oder den FC Arsenal trifft. Einzig Torhüter Janis Blaswich könnte einem deutschen Duell auch etwas Positives abgewinnen: "Arsenal habe ich noch nie gespielt, deswegen würde ich mich über das Los freuen. Aber über die Bayern freuen wir uns genauso."

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Trainer Hjulmand fordert Abwechslung

Trainer Kasper Hjulmand schwebt bei der Frage nach dem Wunschgegner ein ähnliches Szenario vor: "Wegen einer deutschen Mannschaft und vielleicht viermal gegen Bayern zu spielen, wäre für ein bisschen Abwechslung Arsenal besser", sagte der dänische Trainer. Gleichzeitig betonte er das hohe Niveau beider potenzieller Gegner: "Es sind die besten Mannschaften Europas. Wir wünschen uns gegen die Besten zu spielen und freuen uns auf diese große Aufgabe."

Ein Duell mit dem Rekordmeister Bayern München würde Bayer Leverkusen im März vor eine anspruchsvolle Serie stellen. Innerhalb weniger Tage müsste die Mannschaft zwei Champions-League-Partien und ein Bundesliga-Match bestreiten, hinzu käme im April das DFB-Pokal-Halbfinale.

Selbstkritik nach schwachem Auftritt

In der Form vom Dienstagabend ist Leverkusen allerdings weder gegen München noch gegen den Tabellenführer der Premier League Favorit. Spielerisch blieb bei Bayer vieles Stückwerk, im Aufbau unterliefen dem Team zu viele Fehler. Nur weil der griechische Meister selbst kaum Chancen kreieren konnte, blieb es beim 0:0.

"Unsere Leistung war nicht gut. Uns fehlte Energie", bilanzierte Coach Hjulmand schonungslos direkt nach dem Spiel. Kapitän Andrich wertete das Weiterkommen ohne Gegentor als einzig Positives und sprach von einer "Art Showlaufen" bei Prime Video.

Déjà-vu und die Herausforderung des Achtelfinales

Jonas Hofmann forderte nach seinem Königsklassen-Debüt in dieser Saison, "deutlich in die Analyse" des Auftritts gegen Piräus zu gehen. Der 33-Jährige betonte: "Uns ist bewusst, dass jeder bei 100 Prozent sein und das eine komplette Kehrtwende zu heute darstellen muss", sagte Hofmann mit Blick auf die nächste Runde.

Der Auftritt gegen Piräus lieferte dafür aber kaum Rückenwind und Selbstvertrauen – stattdessen wurden erneut Defizite sichtbar. Die Erfahrungen aus dem Vorjahr dürften noch präsent sein: Im Champions-League-Achtelfinale 2025 traf Leverkusen auf Bayern München – nach einem 0:2 im eigenen Stadion folgte ein 0:3 in München.

Doch Hofmann bleibt optimistisch: "Die Spiele müssen erst gespielt werden. Beide Mannschaften, egal ob Bayern oder Arsenal, sind schon der Favorit. Aber wir hatten in der Vergangenheit schon große Momente." Um diese großen Momente in der Champions League zu wiederholen, benötigt Bayer Leverkusen jedoch dringend die angekündigte komplette Kehrtwende in ihrer Leistungsfähigkeit.

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