Offensivkrise bei Bayer Leverkusen: Nur HSV und Werder Bremen noch harmloser
Es ist eine dramatische Offensivkrise, die das wichtigste Saisonziel von Bayer Leverkusen ernsthaft bedroht. Die Werkself hatte in den ersten 15 Liga-Spielen der Saison vor Weihnachten im Schnitt 2,2 Tore erzielt. Diese gute Quote ist im neuen Jahr auf nur noch 1,2 Treffer pro Spiel abgestürzt.
Ein Tor weniger – ein großes Problem
Ein Tor weniger pro Spiel klingt zunächst nicht viel. Es ist aber längst ein massives Problem des gesamten Teams von Trainer Kasper Hjulmand (53), das die erneute Qualifikation zur Champions League gefährdet. Leverkusen hat 2026 in fünf Bundesliga-Spielen lediglich sechs Tore geschossen.
Nur die beiden Abstiegskandidaten HSV (fünf Tore in fünf Partien) und Werder Bremen (vier Tore in sechs Duellen) sind derzeit noch harmloser. Ein echtes Armutszeugnis für die ambitionierten Ansprüche der Leverkusener.
Trefferquote hat sich deutlich verschlechtert
Weitere Zahlen von „Sportec Solutions“ verdeutlichen den deutlichen Bruch nach der Winterpause und belegen eine verschlechterte Trefferquote. Die Anzahl der erwarteten Tore („xGoals“ genannt) sank von 2,02 auf 1,46. Hatte Bayer vor Weihnachten 14,9 Torschüsse im Schnitt pro Spiel, waren es zuletzt nur noch 11,4.
Vor der Winterpause wurden 47,1 Prozent der Großchancen verwertet, in den ersten fünf Liga-Partien 2026 nur 28,6 Prozent. Leverkusen benötigte vor dem Weihnachtsurlaub bloß 6,8 Schüsse für ein Tor. Dieser Wert ist 2026 auf 11,4 angestiegen.
Bessere Laufwerte, Defensive bleibt stabil
Immerhin: Die Werkself steigerte ihre Laufdistanz von 118,37 auf 121,03 Kilometer im Schnitt pro Spiel. In diesem Ranking liegt der Vizemeister mit bislang 2380,6 zurückgelegten Kilometern im Saisonverlauf allerdings nur auf Platz 17.
Die Defensive blieb im Vergleich zu den Spielen vor der Winterpause stabil: 1,4 statt 1,3 Gegentore, 13,6 Torschüsse wurden zugelassen (davor 11,7). Die gegnerischen „xGoals“ stiegen von 1,28 auf 1,33 an. Leverkusen ließ im Schnitt nur eine Großchance zu, immerhin 0,3 weniger.
Auch die Spielanteile sind nahezu auf dem vorherigen Niveau geblieben: Die Ballbesitzquote ist von 58,1 auf 55,8 Prozent gefallen. Die Offensivschwäche bleibt jedoch das dominierende Thema bei Bayer Leverkusen.



