Champions League: Leverkusen sucht Revanche gegen Olympiakos Piräus
Genau 29 Tage nach der bitteren 0:2-Niederlage in der Gruppenphase der Champions League steht für Bayer Leverkusen die nächste Bewährungsprobe an. Am Mittwochabend (21 Uhr, DAZN) reist der deutsche Vizemeister erneut nach Piräus, um im Play-off-Hinspiel gegen Olympiakos die Revanche zu suchen. Die Ausgangslage ist klar: Leverkusen will sich eine optimale Position für das Rückspiel am 24. Februar im eigenen Stadion verschaffen.
Rolfes: "Grundstein fürs Weiterkommen in Piräus legen"
Sportdirektor Simon Rolfes (44) betonte vor der Abreise am Dienstagmittag die Bedeutung dieser Partie. "Die Entscheidung fällt in unserem Stadion, aber den Grundstein fürs Weiterkommen müssen wir mit einer Top-Leistung in Piräus legen", erklärte der Leverkusener Manager. "Wir haben immer gesagt, dass wir in die Top 16 der Champions League wollen. Dies zu erreichen, ist ein großer Ansporn." Rolfes sieht in der früheren Niederlage sogar einen positiven Aspekt: "Dieser Warnschuss wird uns helfen, hellwach zu sein. Uns erwartet wieder die gleiche Atmosphäre und die gleiche Art von Fußball."
Lehren aus dem ersten Aufeinandertreffen
Beim 0:2 am 20. Januar 2026 hatte Olympiakos seine Stärken eindrucksvoll demonstriert. Bereits in der 2. Minute köpfte Rechtsverteidiger Costinha (25) nach einer Ecke zum 1:0 ein. Die Griechen überzeugten durch ihr aggressives Pressing und ihre Laufstärke, während Leverkusen große Probleme hatte, sich aus dem Druck zu befreien. Rolfes fordert nun "Lösungen im Spiel nach vorne": "Unsere Einstellung muss auch in Piräus sein, die Lösung zuerst im Spiel nach vorne zu suchen. Sie werden versuchen, uns früh anzulaufen und Ballgewinne zu haben."
Der Sportdirektor ergänzte: "Es wird heutzutage viel Eins gegen Eins auf dem Platz gespielt. Dann musst du versuchen, durchzuspielen und auch mal in die Tiefe zu spielen. Dabei geht es gar nicht immer darum, dass jeder Ball ankommen muss, aber so drückst du den Gegner in seine Hälfte." Ein zentraler Punkt wird die Effizienz sein: Im ersten Spiel verwertete Olympiakos beide seiner zwei Chancen, während Leverkusen acht Möglichkeiten ungenutzt ließ.
Personelle Veränderungen und Ausfälle
Für die K.o.-Phase der Champions League hat Leverkusen seinen Kader verstärkt. Neu dabei sind Jonas Hofmann (33), Martin Terrier (28) und der junge Tim Oermann (22). Verletzungsbedingt fehlen jedoch weiterhin Torwart Mark Flekken (32) sowie die Offensivspieler Eliesse Ben Seghir (21) und Nathan Tella (26). Diese personellen Veränderungen könnten die taktischen Optionen von Trainer Kasper Hjulmand (53) beeinflussen.
Die historische Bilanz spricht für eine spannende Begegnung: In der Gruppenphase landete Leverkusen auf Platz 16, während Olympiakos als Achtzehnter abschloss. Dennoch zeigten die Griechen im direkten Duell ihre Heimstärke. Für Rolfes steht fest: "Für Olympiakos werden es die Spiele des Jahres", was die Bedeutung dieser Play-off-Partie unterstreicht.
Leverkusen muss in Piräus nicht nur die Revanche für die Januar-Niederlage suchen, sondern auch die Weichen für den Einzug ins Achtelfinale stellen. Mit der richtigen Einstellung und verbesserter Effizienz könnte der deutsche Vertreter die Grundlage für ein erfolgreiches Rückspiel legen.



