Robert Lewandowski steht offenbar vor einem Wechsel in die Major League Soccer (MLS) zum Klub Chicago Fire. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien. Der 37-jährige Pole verlässt den FC Barcelona, nachdem sein Vertrag dort nicht verlängert wurde und Ende Juni ausläuft. Nach vier Jahren und 120 Pflichtspieltoren für die Katalanen endet damit sein Engagement in Spanien.
Interessenten gab es genug
Lange galt der AC Mailand als möglicher neuer Arbeitgeber für den Stürmer. Doch nun zieht es ihn offenbar in die USA. Bereits im Dezember gab es erste Gerüchte um einen Wechsel zu Chicago Fire, wo bereits deutsche Ex-Nationalspieler wie Bastian Schweinsteiger und Arne Friedrich ihre Karrieren ausklingen ließen. Für Fire könnte der Transfer einen großen Schub bedeuten, da in der Region Chicago rund 900.000 Menschen mit polnischer Abstammung leben.
Debüt gegen Vancouver oder gegen Messi?
Lewandowski könnte schon am 16. Juli gegen Vancouver sein Debüt für Fire geben – dort spielt sein einstiger Bayern-Kollege Thomas Müller. Eine Woche später ginge es gegen Inter Miami mit Lionel Messi. Chicago ist aktuell auf dem 3. Platz der Eastern Conference. Mit der Verpflichtung von Lewandowski wäre laut „The Athletic“ aber kein Platz mehr frei für einen sogenannten „Designated Player“. Drei davon sind erlaubt, sie dürfen mit ihrem Gehalt über der erlaubten Grenze liegen. Allerdings fänden die Clubs auch dafür immer wieder Lösungsmöglichkeiten, hieß es.
Trainer Gregg Berhalter und mögliche Wiedervereinigung mit Goretzka
Trainer bei Chicago ist ein weiterer alter Bekannter aus der Bundesliga: Gregg Berhalter spielte einst bei Energie Cottbus (23 Bundesligaspiele) sowie 1860 München. In Chicago könnte Lewandowski vielleicht auf einen alten Bekannten treffen. Auch Nationalspieler Leon Goretzka (31), dessen Vertrag beim FC Bayern München ebenfalls am kommenden Dienstag ausläuft, soll auf der Liste von Fire stehen. Goretzka spielt mit Deutschland bei der WM am Montag im ersten K.o.-Spiel gegen Paraguay. Interesse an dem Mittelfeldspieler soll es aber auch von einigen europäischen Top-Clubs geben.



