Der 1. FC Köln ist erneut aus der Bundesliga abgestiegen. Vereinslegende Pierre Littbarski fordert nun personelle Konsequenzen. In einem bei Instagram veröffentlichten Video macht der 64-jährige Ex-Nationalspieler seinem Unmut Luft: „Mir reicht‘s.“
Littbarski kritisiert die Mannschaft scharf: „Jeder hat gesehen: Der FC ist vorne ohne Ideen, ohne Kreativität, ohne Torgefahr. Und hinten trotz eines überragenden Torhüters Schwäbe offen wie ein Scheunentor.“ Er vermisst zudem Verantwortungsübernahme: „Ich würde mir mal wünschen, dass mal jemand aufsteht und sagt: ‚Ich hab‘s verbockt.‘ Nein, die kleben alle an ihren Posten, wie mit Pattex festgeklebt.“
Mit Blick auf die Zweitliga-Zukunft zeigt sich Littbarski pessimistisch. Die Leistungsträger verließen das sinkende Schiff, und der Verein könne in den nächsten zwei Transferperioden keine Spieler verpflichten. „Wie will man da in der zweiten Liga bestehen, geschweige denn aufsteigen?“, fragt er. „Das sind Fehler in Millionenhöhe. In der freien Wirtschaft zieht man die Verantwortlichen zur Rechenschaft.“
Littbarski wirft dem Verein auch vor, Nationalspieler Florian Wirtz nicht gehalten zu haben. Der heute 21-Jährige wechselte 2020 von Köln zu Bayer Leverkusen und wird auf 110 Millionen Euro geschätzt. Für die kommenden Tage hat Littbarski weitere Videos angekündigt. Zuvor hatten bereits Lukas Podolski und Dieter Prestin die Vereinsführung kritisiert.



