Teure Verpflichtung: Fortuna Düsseldorf setzt auf Marin Ljubicic
Seit Sven Mislintat als Manager bei Fortuna Düsseldorf aktiv ist, hat sich die Situation des Zweitligisten spürbar verbessert. Mit 14 Punkten aus den letzten acht Spielen würde diese Ausbeute sogar für das oberste Drittel der Tabelle reichen. Hätte Fortuna diesen Schnitt über die gesamte Saison geschafft, stünde das Team von Trainer Markus Anfang aktuell mit 42 Punkten auf dem sechsten Platz.
Mislintats Transferstrategie zeigt Wirkung
Manager Sven Mislintat hat mit der Verpflichtung von Satoshi Tanaka bereits einen absoluten Glücksgriff gelandet. Seine zweite Sofortverstärkung hingegen muss ihre Qualitäten erst noch unter Beweis stellen. Marin Ljubicic, der 24-jährige Stürmer von Union Berlin, feierte gegen den VfL Bochum (2:1) sein lang erwartetes Debüt für Fortuna Düsseldorf.
Als Einwechselspieler kam der Kroate in der 68. Minute aufs Feld und absolvierte damit seine ersten 22 Minuten im Trikot der Fortuna. Die Statistiken waren mit lediglich 14 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und keiner Torschussbeteiligung zwar überschaubar, doch immerhin war die lang erwartete Leihe endlich im Einsatz.
Verzögerte Premiere und hohe Kosten
Ursprünglich sollte Ljubicic bereits am 8. Februar beim Spiel gegen den Karlsruher SC debütieren, doch eine Verletzung verhinderte dies. Nach Informationen der BILD hatte Mislintat dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass der Stürmer mit hoher Wahrscheinlichkeit bei diesem Spiel hätte auflaufen können. So kam die Premiere mit dreiwöchiger Verspätung zustande.
Die Verpflichtung des Angreifers ist für Fortuna Düsseldorf jedoch alles andere als ein Schnäppchen. Nach BILD-Informationen zahlt der Verein für das Gesamtpaket aus Leihgebühr und Gehalt bis zum Saisonende eine halbe Million Euro. Da die Leihe keine Kaufoption beinhaltet und Ljubicic erst Ende Januar wechselte, bedeutet dies für die verbleibenden fünf Vertragsmonate ab Februar monatliche Kosten von 100.000 Euro.
Hoher Druck auf den Neuzugang
Angesichts der längeren Ausfallzeit müsste die Rechnung eigentlich noch teurer ausfallen. Ljubicic hat nun noch zehn Spiele Zeit, um die hohe Investition in seine Person zu rechtfertigen. Fortuna Düsseldorf verfügt mit 23 Treffern weiterhin über den erfolglosesten Angriff der gesamten 2. Bundesliga.
Der ehemalige Union-Berlin-Spieler, der in dieser Saison in der Bundesliga zwei Tore in nur 20 Einsatzminuten erzielte, soll diese Schwäche beheben. Bei seinem vorherigen Verein bewies Ljubicic bereits sein Torriecher, nun muss er diese Qualität auch in Düsseldorf unter Beweis stellen.
Die Erwartungen an den 24-Jährigen sind entsprechend hoch. Nicht nur muss er die Offensive der Fortuna beleben, sondern auch Manager Mislintat rechtfertigen, der ihn als nächsten Top-Coup angepriesen hatte. Die verbleibende Saison wird zeigen, ob sich die Investition von einer halben Million Euro für Fortuna Düsseldorf am Ende auszahlt oder ob sie als teures Experiment in die Vereinsgeschichte eingeht.



