Löw warnt nach 7:1-Sieg: ‚Man darf sich nicht im Himmel wähnen‘
Löw warnt nach 7:1-Sieg: Nicht im Himmel wähnen

Joachim Löw, der ehemalige Bundestrainer, hat die deutsche Nationalmannschaft nach ihrem 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao bei der WM 2026 gelobt, aber zugleich vor Übermut gewarnt. Der 66-Jährige war Gast in der TikTok-Live-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“ der Brüder Toni und Felix Kroos und äußerte sich positiv über die Entwicklung des Teams.

Löw lobt spielerische Entwicklung

„Seit der EM 2024 habe ich das Gefühl, dass die Mannschaft eine gute Entwicklung gemacht hat, vor allen Dingen auch im spielerischen Bereich. Das war die Jahre davor vielleicht nicht der Fall“, sagte Löw. Er betonte die Dominanz und die Spielidee: „Wir strahlen wieder mehr Dominanz aus, weniger nur Reaktion. Die Spielidee finde ich insgesamt gut. Das hat man gesehen im Viertelfinalspiel gegen Spanien in Stuttgart bei der EM. Die Mannschaft ist wieder auf Augenhöhe mit den Mannschaften, die nachher einen Titel gewinnen konnten.“

Vergleich mit der Vergangenheit

Löw zog Parallelen zu früheren Zeiten: „Früher war es ja in Deutschland häufig so, wenn es nicht so gut lief, gab es immer wieder den Reflex: Wir brauchen wieder die deutschen Tugenden, wir brauchen wieder mehr Kampf, mehr Einstellung. Wenn du um Titel mitspielen willst, wenn du Titel gewinnen willst in der Champions League, bei der EM oder bei der WM, wenn du die letzten vier, sechs Mannschaften siehst, sind sie fußballerisch auf dem allerhöchsten Niveau. Und das waren wir ein paar Jahre nicht.“

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Demut trotz hohem Sieg

Der Weltmeistertrainer von 2014 erinnerte an den historischen 7:1-Sieg im Halbfinale gegen Brasilien, der nun mit dem gleichen Ergebnis gegen Curaçao wiederholt wurde. Dennoch mahnte er: „Man darf sich jetzt aber auf keinen Fall im Himmel wähnen, weil man gegen Curaçao gewinnt. Weil das jetzt wahrscheinlich der leichteste Gegner in der ganzen WM war. Diese Mannschaft hat natürlich nicht das Niveau. Aber die Abläufe waren gut. Das ist schon mal ein guter Beginn in so einem Turnier.“

Die DFB-Elf trifft als Nächstes am Samstag auf die Elfenbeinküste. Löw forderte weiterhin Demut und Konzentration, um im Turnier erfolgreich zu sein. Er betonte die Bedeutung von Innovation, Mut und offensiven Abläufen, die er in der Mannschaft erkennt. „Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir wieder eine gute Idee haben: Dynamik, eine gewisse Kreativität. Und vor allen Dingen können wir auch spielerische Akzente setzen. Das andere, die Tugenden und die Intensität und die Physis, das sind ein bisschen Grundvoraussetzungen. Aber ich sehe jetzt eine Entwicklung bei unserer Mannschaft. Und das gefällt mir.“

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