Löwen-Desaster in der Lausitz: Aufstiegsträume zerplatzen bei Energie Cottbus
Ein erschreckend schwacher und passiver TSV 1860 München ist beim Auswärtsspiel bei Energie Cottbus unter die Räder gekommen. Die deutliche 0:3-Niederlage lässt die letzten blauen Aufstiegsträume der Münchner Löwen platzen. Trainer Markus Kauczinski und Kapitän Thore Jacobsen zeigten sich nach dem Spiel fassungslos über die leistungsschwache Vorstellung ihrer Mannschaft.
Der Aufstiegszug ist endgültig abgefahren
Nach der klaren Klatsche in Cottbus blicken die Löwen konsterniert drein. Mit nun zehn Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz deutet sehr viel darauf hin, dass der TSV 1860 München in der kommenden Saison das neunte Jahr in Folge in der Dritten Liga verbringen wird. Die Mannheimer Fans hatten in der vergangenen Woche bereits hämisch gesungen: "Dritte Liga? Sechzig ist dabei!" - nach diesem Spieltag muss selbst der treueste Löwen-Fan zugeben, dass diese Prognose zutreffend sein könnte.
Trainer und Kapitän fassungslos nach schwachem Auftritt
Coach Markus Kauczinski hatte vor dem Spiel noch "heißes Herz" und "kühlen Kopf" gefordert, doch in Cottbus zeigte seine Mannschaft davon wenig. "Cottbus war heute einfach zu stark und hat hochverdient gewonnen", räumte Kauczinski nach der Niederlage ein. "Wir waren in den Zweikämpfen nicht hart genug, haben kein Mittel gegen ihr Tempo gefunden und heute unsere Grenzen gesehen."
Kapitän Thore Jacobsen fand noch drastischere Worte für den farblosen Auftritt: "Wir sind in der ersten Halbzeit überrannt worden. Ich bin fassungslos. Die Körpersprache von jedem von uns: wie Geister." Über die nur noch theoretischen Aufstiegschancen wollte er nicht mehr sprechen: "Wenn wir so spielen, brauchen wir über nichts anderes zu reden."
Engelhardt nutzt Löwen-Schwächen dreifach aus
Die erste Halbzeit in Cottbus entwickelte sich zum Albtraum für die Münchner. Energie Cottbus dominierte mühelos, während die Löwen seltsam passiv wirkten und "nicht den Hauch einer Chance" entwickelten. Erik Engelhardt bedankte sich dreimal bei der schlafmützigen Löwen-Defensive:
- Inkonsequente Defensivarbeit auf der linken Abwehrseite
- Präzise Pässe in die Mitte
- Treffsichere Abschlüsse des Cottbuser Goalgetters
Schon nach der ersten Halbzeit war der Aufstiegstraum der Sechzger praktisch ausgeträumt. In der zweiten Halbzeit sah es aus Münchner Sicht nicht mehr ganz so schlimm aus, was aber auch daran lag, dass nach Engelhardts drittem Treffer in der 66. Minute die Entscheidung bereits gefallen war.
Historische Statistik bringt keine Hilfe
Die Löwen hatten zwar eine ermutigende Statistik gegen Cottbus im Gepäck - 13 Siege bei sieben Niederlagen in der gemeinsamen Historie - darunter denkwürdige Triumphe wie das wilde 4:3 im Olympiastadion aus dem Jahr 2002. Doch diese historischen Erfolge unter Trainern wie Peter Pacult und Ede Geyer mit Torschützen wie Benny Lauth und Paulo Rink liegen verdammt lange zurück und konnten die aktuelle Mannschaft nicht inspirieren.
Cottbus-Coach Pele Wollitz behielt mit seiner Vorab-Ankündigung recht: "Wenn wir unsere Wucht auf den Platz bringen, können wir in der Liga jeden schlagen." Gegen diese enttäuschend aufspielenden Löwen hat es locker gereicht. Die Münchner müssen sich nun auf ein weiteres Jahr in der Dritten Liga einstellen, während die Aufstiegsträume endgültig geplatzt sind.



