Magdeburgs Absturz: Was die Zahlen über die Defensivkrise wirklich verraten
Magdeburgs Absturz: Zahlen zur Defensivkrise analysiert

Magdeburgs Absturz: Was die Zahlen über die Defensivkrise wirklich verraten

Im Kasten von FCM-Torwart Dominik Reimann schlägt es in dieser Saison viel zu oft ein. Die Abwehr hat sich zur Achillesferse des 1. FC Magdeburg entwickelt, wie aktuelle Statistiken eindrucksvoll belegen. Nach 25 Spieltagen in der 2. Bundesliga hat der Tabellenletzte bereits 48 Gegentore kassiert – ein Wert, der nur vom SV Sandhausen mit 56 Treffern übertroffen wird.

Defensivschwäche trotz guter Offensivwerte

Gerade einmal fünfmal spielte der Klub in dieser Saison zu Null, darunter beim torlosen Hinspiel in Darmstadt. Diese Bilanz steht in krassem Gegensatz zu den offensiven Stärken des Teams. Der FCM verzeichnet die meisten Torschüsse der gesamten Liga (418), besitzt mit Zukowski (11 Tore) einen Torjäger in den Top fünf und mit Atik (8 Assists) den drittbesten Vorlagengeber der Spielklasse.

Beim Ballbesitz teilt sich Magdeburg mit 56 Prozent sogar den ersten Platz mit Hannover 96. Diese Diskrepanz zwischen offensiver Stärke und defensiver Schwäche wirft Fragen auf, die selbst Trainer Petrik Sander (65) beschäftigen.

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Trainer Sander analysiert die Probleme

„Ballbesitz ist nicht mit erfolgreichem Fußball gleichzusetzen“, erklärt Sander nach der vierten Niederlage in Serie, einem 0:1 in Elversberg. Innenverteidiger Marcus Mathisen (30) fand bei Sky sogar noch deutlichere Worte: „Heute hatten wir nicht die Qualität, die Null zu halten und das Tor zu machen. So einfach.“

Die Abwehrarbeit bleibt das größte Sorgenkind des Teams. „Uns wurde vieles angedichtet, beziehungsweise hatten wir auch wirklich ein Problem mit der Defensivarbeit“, räumte Sander in Elversberg ein. Dennoch sieht der Trainer Fortschritte: „Unser Auftritt hat gezeigt, dass die Mannschaft will und in der Lage ist, Defensivarbeit zu leisten und Umschaltaktionen zu kreieren.“

Herausforderung gegen Darmstadt 98

Die nächste Bewährungsprobe wartet am Freitag (18.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Darmstadt 98. Die „Lilien“ kommen als Tabellenzweiter und mit der stärksten Offensive der Liga (47 Tore) nach Magdeburg. Für den FCM wird es darauf ankommen, die defensive Stabilität zu finden, die in bisherigen Spielen so oft gefehlt hat.

Sander bleibt trotz der schwierigen Lage optimistisch: „So werden wir weitermachen und dann auch irgendwann belohnt werden.“ Ob diese Belohnung noch in dieser Saison kommt, bleibt angesichts des Rückstands auf die Nicht-Abstiegsplätze fraglich.

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