Mainz 05 beim Rosenmontagszug: Bundesliga-Stars bleiben fern
Am Rosenmontag war der FSV Mainz 05 traditionell mit einem Wagen (Nummer 73) beim Mainzer Umzug vertreten. Allerdings fehlten in diesem Jahr viele Stars der ersten Mannschaft. Während Spieler wie Nelson Weiper (20), Lasse Rieß (24) und Bayern-Leihgabe Armindo Sieb (22) auf dem Wagen mitfuhren, blieben zahlreiche andere Profis der Bundesliga-Einheit dem Fest fern.
Sportliche Lage dominiert die Fastnachtsfeier
Der Grund für die Abwesenheit vieler Spieler liegt in der aktuellen sportlichen Situation des Vereins. Nach einer bitteren 0:4-Niederlage in Dortmund und dem Abstiegskampf auf Platz 14 der Bundesliga hat der Fokus auf das kommende Spiel gegen Hamburg am Freitag Vorrang. Sportdirektor Niko Bungert (39) betonte: „Ich glaube, jeder hat auch Verständnis, dass aktuell die sportliche Situation Vorrang hat.“ Auch Spieler Stefan Posch (28) äußerte sich nüchtern: „Rosenmontag hat auf jeden Fall keine Priorität.“
Im Vergleich zum Vorjahr, als Mainz 05 auf einem Champions-League-Platz stand und fast die gesamte Mannschaft am Umzug teilnahm, zeigt sich in dieser Saison ein deutlicher Kontrast. Noch am Montagvormittag stand ein Training auf dem Plan, um sich auf das wichtige Bundesligaspiel vorzubereiten.
Vereinslegenden und Teams feiern mit
Trotz der Abwesenheit vieler Bundesliga-Profis war der Mainzer Wagen gut besetzt. Neben den wenigen aktuellen Spielern nahmen auch U23-Spieler, das Frauenteam sowie Vereinslegenden wie Elkin Soto (45) und Ex-Torwart Dimo Wache (52) teil. Die Stimmung in der Stadt war dennoch ausgelassen, und die verkleideten Zuschauer jubelten laut für ihren Verein.
Der Verein hatte im Vorfeld intensiv über die Teilnahme von Spielern am Umzug diskutiert, entschied sich aber letztlich für eine reduzierte Präsenz. Nelson Weiper brachte trotz der angespannten sportlichen Lage gute Laune mit und feierte mit den Fans auf den Straßen.
Die positive Aufnahme des Mainzer Wagens zeigt, dass die Verbundenheit zwischen Verein und Stadt auch in schwierigen Zeiten stark bleibt. Allerdings unterstreicht die Situation, wie sehr der Profifußball von Leistungsdruck und Termindichte geprägt ist, die selbst traditionelle Feiern wie den Rosenmontag in den Hintergrund rücken lassen.



