Patriots-Quarterback spielte trotz Verletzung mit Schmerzspritze
Nach der bitteren 13:29-Niederlage der New England Patriots gegen die Seattle Seahawks im Super Bowl LX hat Quarterback Drake Maye tiefe Einblicke in seinen gesundheitlichen Zustand gegeben. Der 23-Jährige bestätigte in einer emotionalen Pressekonferenz, dass er sich vor dem Endspiel eine schmerzlindernde Injektion in die rechte Wurf-Schulter hatte verabreichen lassen.
Maye kämpfte mit eingeschränkter Schulter
„Ich habe sie spritzen lassen, also hatte ich nicht viel Gefühl. Es war okay“, erklärte der sichtlich mitgenommene Maye zu seiner Entscheidung. Die Verletzung schien jedoch deutlichen Einfluss auf seine Leistung zu nehmen. Der Patriots-Quarterback verzeichnete insgesamt drei kostspielige Turnover, die maßgeblich zur Niederlage beitrugen.
Besonders folgenschwer war ein Strip Sack gegen Ende des dritten Viertels, den Seattle umgehend zu einem Touchdown und einer 19:0-Führung verwandelte. In der entscheidenden Schlussphase folgten zwei Interceptions, wobei eine davon von der Seahawks-Defensive über 45 Yards in die Endzone getragen wurde.
Offensive fand keinen Rhythmus
Die gesamte Patriots-Offensive fand lange Zeit keinen Rhythmus gegen die starke Seattle-Verteidigung. Maye wurde insgesamt sechsmal gesackt und konnte dem Spiel nie seinen positiven Stempel aufdrücken. Erst im vierten Viertel, als das Ergebnis praktisch bereits feststand, polierte er seine Statistiken etwas auf.
Am Ende stand Maye bei 27 von 43 geworfenen Pässen für 295 Yards, zwei Touchdowns und zwei Interceptions. Trotz dieser Zahlen bezeichnete er den Abend selbst als „einen Abend zum Vergessen“ und weigerte sich, seine limitierte Schulter als Ausrede zu nutzen: „Ich habe mich gut genug gefühlt, um da draußen zu sein. Ich habe einfach die Plays nicht gemacht.“
Team steht hinter seinem Quarterback
Die Patriots hatten die Regular Season als drittbeste Offense der NFL in Total Yards abgeschlossen, fanden in den Playoffs aber gegen Top-Verteidigungen nie zu ihrer gewohnten Stärke. Dies galt insbesondere für ihren jungen Quarterback Maye.
Center Garrett Bradbury stellte sich dennoch klar vor seinen Anführer: „Drake ist das Gesicht dieser Franchise. Wir haben ihn nicht gut genug geschützt.“ Trotz dieser Unterstützung war Mayes Enttäuschung über das verlorene Endspiel deutlich sichtbar – zeitweise kämpfte er sogar mit den Tränen.
Der Quarterback blickt nun nach vorne und betonte, er freue sich darauf, in der kommenden Saison wieder anzugreifen und es besser zu machen. Die Erfahrung des Super Bowl LX wird ihn nach eigenen Worten stärker zurückkommen lassen.



