Frankreichs Starstürmer Kylian Mbappé hat eine mögliche politische Karriere nach seiner aktiven Fußball-Laufbahn kategorisch ausgeschlossen. Der 27-jährige Kapitän der Équipe Tricolore wies Spekulationen über eine Zukunft als Präsident seines Landes in einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“ entschieden zurück. „Nein, keine Sorge, ich rede nicht davon, Präsident der Republik zu werden. Das sagen mir ziemlich viele Leute, aber das steht nicht auf meinem Plan. Ich werde schon so genug gehasst“, erklärte Mbappé lachend.
Macron muss keinen Konkurrenten fürchten
Damit muss der amtierende französische Präsident Emmanuel Macron keinen prominenten Herausforderer fürchten. Der 48-Jährige und Mbappé begegnen sich regelmäßig, sei es bei offiziellen Ehrungen oder bei Besuchen im Trainingslager. Zuletzt stattete Macron gemeinsam mit seiner Frau Brigitte dem Team in Clairefontaine einen Besuch ab, um den Spielern viel Glück für die bevorstehende Weltmeisterschaft zu wünschen.
Mbappé kann sich Trainerjob vorstellen
Deutlich wahrscheinlicher erscheint dem Ausnahmekönner ein Wechsel ins Trainergeschäft nach dem Ende seiner aktiven Karriere. „Um diese Chance zu bekommen, werde ich natürlich meine Trainerlizenzen erwerben – das kostet ja nichts. Es ist eine zusätzliche Lernerfahrung, die meine Fähigkeiten sowohl persönlich als auch beruflich bereichern wird“, betonte Mbappé, der als Frankreichs größte Hoffnung auf den dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte gilt.
Allerdings schränkte der Stürmer ein: „Aber um Trainer zu werden, muss man sich zunächst mit dem Ende seiner Spielerkarriere auseinandersetzen.“ Noch dürfte für viele Jahre die aktive Laufbahn im Fokus stehen. Am Dienstag (21.00 Uhr) startet Frankreich gegen Senegal ins Turnier. Gemeinsam mit Michael Olise vom FC Bayern und Weltfußballer Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain bildet Mbappé eine Weltklasse-Offensive.
Rekordjagd bei der WM
Mbappé fehlen noch vier Tore, um die WM-Bestmarke des ehemaligen DFB-Stürmers Miroslav Klose (16 Treffer) zu erreichen. Mit seiner Geschwindigkeit und Torgefahr ist er ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Franzosen bei der Endrunde.



